Dortmund könnte wieder Drehscheibe für Flüchtlinge werden

Unterbringung in Leichtbauhallen

Die Stadt Dortmund bereitet sich aktuell darauf vor, wieder eine Drehscheibe für Flüchtlinge zu werden. Mitte November könne es soweit sein - voraussichtlich ist dann aber das Dietrich-Keuning-Haus nicht mehr der Knotenpunkt, von dem aus die ankommenden Flüchtlinge verteilt werden.

Dortmund

, 29.10.2015, 02:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dortmund könnte wieder Drehscheibe für Flüchtlinge werden

Das Dietrich-Keuning-Haus soll diesmal nicht zum Knotenpunkt werden.

Um wieder zur Drehscheibe für neu in Deutschland ankommende Flüchtlinge zu werden, sei aktuell „noch einige Vorarbeit zu leisten“, heißt es aus dem Dortmunder Rathaus. Das Dietrich-Keuning-Haus wird aus jetziger Sicht aber wohl nicht mehr zum Knotenpunkt, von dem aus die weitere Aufteilung der Flüchtlinge koordiniert wird.

Knotenpunkt braucht ICE-Anbindung

Das Keuning-Haus war im September für mehrere Wochen der zentrale Anlaufpunkt für mit dem Zug in Dortmund ankommende Flüchtlinge. Die Kulturarbeit, die normalerweise im Keuning-Haus geleistet wird, lag in dieser Zeit brach. Wo genau der Knotenpunkt künftig liegen könnte, ist offenbar noch unklar.

Fakt ist aber, dass ein Bahnhof in der Nähe liegen müsste, der für den Halt eines "ICE-Zuges in entsprechender Länge geeignet sein muss", so Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch. Das muss also nicht zwingend der Hauptbahnhof sein.

Dortmund war im September zunächst mit einem enormen Kraftaufwand von professionellen und freiwilligen Helfern innerhalb kürzester Zeit das Hauptverteilzentrum von Flüchtlingen in NRW geworden und hatte sich damit auch international viel Ansehen erworben.

Platz für insgesamt 1000 Menschen

Nach einigen Tagen hatte sich die Stadt diese Arbeit im Wechsel mit Düsseldorf geteilt. Als zusätzlich Köln einstieg, kamen keine Flüchtlingszüge mehr nach Dortmund.

Dort konzentrierte sich die Stadt darauf, die Erstaufnahmeeinrichtung an der Buschmühle zu erweitern. Dort wurden in den vergangenen Wochen 15 Leichtbauhallen errichtet und bewohnbar gemacht. Stand Dienstag befanden sich 393 Flüchtlinge in diesen Hallen, in den ersten Novemberwochen sollen sie komplett nutzbar sein und dann Platz für 900 Menschen und 100 Reserveplätze bieten.

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