Seit Dienstag (13. Oktober) gilt auf dem Westen- und Ostenhellweg in der Dortmunder City eine Maskenpflicht. © Nick Kaspers
Coronavirus

Dortmund offiziell Risikogebiet: Das passiert jetzt in Dortmund

Die Corona-Infektionszahlen steigen und steigen in Dortmund. Nun ist der entscheidende Grenzwert einer 7-Tage-Inzidenz von 50 erreicht worden. Ein Überblick über die Folgen.

Dortmund hat den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten. Nach Meldung des RKI beträgt dieser 50,7 – am Mittwoch waren 77 Neuinfektionen hinzugekommen.

Am Mittwochabend wies das RKI noch eine Inzidenz von 42,8 auf Basis der Zahlen von Dienstag aus. Die Folge einer Einstufung als Hotspot sind verschärfte Maßnahmen zum Infektionsschutz – und damit weitere Einschränkungen für die Dortmunder.

Am Donnerstag hat die Stadtverwaltung in einer Pressekonferenz bekannt gegeben, welche konkreten Maßnahmen zum Infektionsschutz nun in Dortmund gelten. Die aktuellen Informationen lesen Sie hier:

Kanzlerin und Länderchefs haben Sperrstunde vereinbart

Die jüngste dieser Maßnahmen wurde erst am Dienstagabend beim Corona-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten beschlossen: In Corona-Hotspots soll es künftig eine Sperrstunde um 23 Uhr in der Gastronomie geben. Außerdem sollen private Feiern auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt werden.

Auch beschlossen wurde bei dem Treffen eine ergänzende Maskenpflicht bereits ab einer Inzidenz von 35 in der Öffentlichkeit.

Diese Regeln müssen jedoch noch in Landesrecht umgesetzt werden.

Weitere Regeln des Landes NRW

In NRW gilt bereits seit Sonntag, dass sich in einem Hotspot nur noch maximal fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten im öffentlichen Raum treffen dürfen.

Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern unter freiem Himmel beziehungsweise über 250 Menschen in Innenräumen dürfen in Hotspots nicht stattfinden. An privaten Feiern im öffentlichen Raum dürfen maximal 25 Personen teilnehmen.

Zudem müssen die Öffnungszeiten von Kneipen und Restaurants eingeschränkt werden.

Die Stadt Dortmund könnte darüber hinaus in einer sogenannten ergänzenden Allgemeinverfügung weitere Maßnahmen beschließen, müsste sich vorher jedoch mit dem Land darüber abstimmen.

In der Fußgängerzone nur mit Maske

Seit Dienstag (13. Oktober), nachdem Dortmund den Signalwert einer Inzidenz von 35 überschritten hatte, gelten bereits einige Maßnahmen in Dortmund.

So besteht eine Maskenpflicht in der Fußgängerzone von Westen- und Ostenhellweg in der City. Auch in vielen öffentlichen Gebäuden wie Hochschulen und bei Sport- und Kulturveranstaltungen gilt Maskenpflicht.

Private Feste außerhalb der eigenen Wohnung müssen nun bereits ab 25 Teilnehmern beim Ordnungsamt angemeldet werden.

Die zulässige Besucherzahl bei Kulturveranstaltungen in geschlossenen Räumen wurde zudem auf ein Drittel der Regelauslastung gedeckelt. Bei Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen ist ein Fünftel der Regelauslastung erlaubt.

In einer früheren Version dieses Artikel von Mittwochabend war noch davon die Rede, dass der Grenzwert voraussichtlich überschritten werde. Die offizielle Zahl des RKI lag noch nicht vor. Wir haben diesen Artikel (Stand: 7.54 Uhr) am Morgen des 15. Oktober angepasst.

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Redaktion Dortmund
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