Dortmund-„Tatort“: Die Neue im Team hat eine besondere Fähigkeit

rnTV-Krimi

Sie unterscheidet sich nicht nur optisch von ihrer Vorgängerin: Stefanie Reinsperger, die Neue im Dortmund-“Tatort“, bringt ein besonderes Talent mit ins Team um Hauptkommissar Faber.

Dortmund

, 29.07.2020, 20:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Rosa Herzog, die neue Hauptkommissarin, zum ersten Mal im Dortmunder Tatort-Team als Nachfolgerin von Nora Dalay (Aylin Tezel) auftaucht, ist sie schon etabliert. Keine raue Begrüßungsszene durch den Chef, Hauptkommissar Peter Faber (Jörg Hartmann). Sie ist einfach da. Und findet gleich eine verkohlte Leiche in einer Hochhaussiedlung.

Die renommierte Theaterschauspielerin Stefanie Reinsperger (32) gibt als Rosa Herzog ihr Debüt im 17. Dortmund-Tatort mit dem Titel „Heile Welt“. Über ihre Vergangenheit erfährt man – wie zuvor beim Youngster Jan Pawlak (Rick Okon) – erst peu a peu mehr. „Mein persönlicher Hintergrund bleibt erst mal ein Geheimnis“, sagt Stefanie Reinsperger, „den entdecken wir zusammen.“

Besondere Fähigkeit

Auch ihre besondere Fähigkeit, die sie mit ins Team bringt, kann Rosa Herzog in „Heile Welt“ noch nicht voll ausspielen. „Ich bin auf das Lesen von Mikroexpression beim Menschen spezialisiert“, erzählt Stefanie Reinsperger über ihre TV-Rolle am Mittwoch (29.7.) bei einem Drehtermin in Köln. Sie beobachtet und analysiert die Mimik und Körpersprache ihres Gegenübers, registriert die kleinste Regung und zieht ihre Schlüsse daraus.

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Im Team sei sie „herzlich und liebevoll aufgenommen worden“, sagt die Neue. „Es läuft ganz gut, man stolpert nicht“, bestätigt ihr Kollege Rick Okon. „Wir nehmen sie erst mal mit offenen Armen auf“, ergänzt Anna Schudt, im Tatort Hauptkommissarin Martina Bönisch, vielsagend.

Reinsperger als Reinsperger gibt das Kompliment zurück: „Die drei sind fantastische Kollegen, die ihren Job sehr ernst nehmen.“ Als Rosa Herzog sagt sie, mit Faber laufe zunächst alles gut, „die Konflikte verlagern sich woanders hin“.

Rassismus, Polizeigewalt und Fake News

Als Schauspielerin sei sie „total glücklich, dass ich beides machen kann, Theater und Fernsehen“. Beim Theater habe sie den Ausdruck auf der Bühne und das Publikum, beim Film die „Wiederbringlichkeit, das Feine, Private, das man auf der Bühne gar nicht zeigen kann.“ Dem Berliner Ensemble bleibe sie erhalten.

Ihren Wiener Dialekt kann die gebürtige Österreicherin sehr gut verbergen. Gibt‘s den überhaupt? „Ja sicher, ich kann das schon, wenn ich will“, sagt sie mit dem schönsten Wiener Schmäh. Dagegen ist sie im Dortmund-Tatort eine Schnellsprecherin, verrät sie, manchmal aus taktischen Gründen beim Verhör, manchmal, weil sie so emotional ist. In Berlin habe sie schon so viel „auf Wienerisch“ gespielt: „Die Leute haben Spaß daran.“

In ihrem ersten Dortmund-Tatort wird es weniger spaßig. Im Gegensatz zum Titel keine Spur von heiler Welt. Es geht um Rassismus, Polizeigewalt und Fake News. Herzogs erster Fall wird in der ersten Jahreshälfte 2021 ausgestrahlt.

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