Dortmund will das Toiletten-Problem lösen

Kostenlose öffentliche Klos

Wer in Dortmund so richtig nötig aufs Klo muss, hat häufig ein Problem: zu wenige öffentliche Toiletten. Das soll jetzt anders werden.

Dortmund

von Ece Ugur

, 17.10.2019, 11:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dortmund will das Toiletten-Problem lösen

Die Suche nach einer Toilette im öffentlichen Raum gestaltet sich in Dortmund durchaus schwierig. Da soll anders werden. © picture alliance/dpa

Kostenlos und nett: Dortmunder Bürger und Besucher können zukünftig in Restaurants und Kaufhäusern auf die Toilette gehen, ohne zahlen zu müssen. Die „Netten Toiletten“ - ein Konzept aus Hörde - kommen in die Dortmunder Stadtbezirke.

Geschäftsleute, Gastronomen, die Stadt und die Kirchen bieten eine kostenlose Bürgertoilette in ihren Räumlichkeiten an und erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung.

Wie „nett“ ist die Toilette?

Öffentliche Toiletten, die gratis sind, gibt es kaum noch. Viele Restaurants, Tankstellen oder Einkaufshäuser verlangen für das „stille Örtchen“ zwischen 0,50 Euro und 1 Euro.

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Die kostenlosen Toiletten werden barrierefrei gebaut, damit auch körperlich eingeschränkte Bürger keine Schwierigkeiten haben. Seit dem Jahr 2015 setzt das Stadtbezirksmarketing Hörde das Konzept „Nette Toilette“ bereits um.

Dortmund will das Toiletten-Problem lösen

In Hörde ist sie schon zu finden: die nette Toilette. © Oliver Schaper

Mit Flyern und Plakaten machen die Beteiligten auf das Konzept aufmerksam. Kostenlose Toiletten lassen sich auch mit einer App finden. Zehn Toiletten pro Stadtbezirk soll es mindestens geben. Bei einer Aufwandsentschädigung für die teilnehmenden Betriebe von monatlich ca. 120 Euro entstehen Kosten in Höhe von etwa 15.000 Euro jährlich pro Bezirk. Voraussetzung für die Umsetzung ist, dass der Rat der Stadt Dortmund die stadtweite Ausweitung beschließt und damit das Stadtbezirksmarketing Dortmund e.V. mit finanziellen Ressourcen ausstattet.

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