Tuner, Raser und Poser am Wall

Dortmunder (23) kracht mit BMW in Propsteikirche

Am Wochenende hat die Polizei wieder von der strategischen Fahndung am Wall Gebrauch gemacht – 310 Personen wurden kontrolliert. Ein Wall-Raser baute auf der Flucht vor der Polizei einen Unfall.
Insgesamt beobachtet die Polizei, dass die Zahl der Personen aus der illegalen Raser- und Tuner-Szene auf dem Wall und am Phoenix-See aktuell rückläufig ist. © Schaper (Symbolbild)

Die Stadt Dortmund und die Polizei gehen seit Wochen mit viel Aufwand gegen die Raser, illegalen Tuner und Poser auf dem Wallring vor. Am Wochenende (6. und 7. Februar) wurde erneut das „Instrument der strategischen Fahndung“ von der Polizei eingesetzt.

310 Personen kontrolliert

In den Nächten seien insgesamt 310 Personen von der Polizei kontrolliert worden. 143 von ihnen erhielten Platzverweise. Drei Fahrzeuge wurden wegen technischer Mängel und nach einem Rennen beschlagnahmt.

Außerdem ahndete das Ordnungsamt, dass die Polizei bei den nächtlichen Einsätze unterstützte, 15 Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung. Acht „Mitglieder der Wallszene“ seien zudem sanktioniert worden, weil sie „in der Innenstadt ihren Müll hinterließen“.

Am Freitagabend hatte die Polizei Dortmund weniger zu tun als sonst – denn ein ein Teil der Szene wich angesichts des Kontrolldrucks offenbar nach Unna aus.

Dennoch kam es in der Nacht zu Samstag zu einem größeren Vorfall: Ein 23-jähriger Dortmunder flüchtete mit seinem BMW vor einer Kontrolle der Polizei am Ostwall und verunfallte.

Er sei mit rund 100 km/h gegen 1.20 Uhr über den Wallring gefahren, bevor er in die Hansastraße fuhr, berichtet die Polizei. Dort sei er über die Spur des Gegenverkehrs gefahren und in eine Mauer der Propsteikirche gekracht. Der 23-Jährige habe nur leichte Verletzungen erlitten. Laut Polizei habe er keinen Führerschein besessen und unter dem Einfluss von Drogen gestanden. Gegen ihn wird jetzt ermittelt.

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