Mehrere Gefahrenherde: Dortmunder ärgert sich über die Deutsche Bahn

rnSicherheitsproblem

Wo das Gebüsch weit in den Straßenraum ragt und es zudem unübersichtlich ist, entstehen Gefahren für Fußgänger und Radfahrer – so wie an der Plaßstraße in Dortmund-Kurl.

Kurl

, 06.11.2020, 14:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marc Schmitt-Weigand wohnt am Tiewinkel. Das ist eine kleine Straße in Dortmund-Kurl, die von der Plaßstraße erschlossen wird. Ein Teilstück verläuft direkt an der Bahnlinie, und für den Rückschnitt der dortigen Vegetation ist die Deutsche Bahn zuständig, genauer gesagt das „Facility Management NRW Nord“.

Problem – und das ärgert den Anwohner: Die Bahn kommt ihrer Verpflichtung nicht nach. Die Straßenränder sind mit Büschen und Sträuchern zugewuchert, sodass Fußgänger und Radfahrer weit auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Und das sei durchaus ein Problem, weil die Plaßstraße in diesem Teilstück ohnehin schlecht einsehbar ist und über keinen Gehweg verfügt.

Straßenlaterne halb zugewachsen

An einer Stelle ist sogar die dortige Straßenlaterne halb zugewachsen, was für einen weiteren Gefahrenherd vor allem bei Dunkelheit sorgt. Marc Schmitt-Weigand sagt: „Meine Tochter, die die vierte Klasse einer Grundschule besucht, muss morgens bei Dunkelheit mit dem Fahrrad dort langfahren. Das ist einfach sehr gefährlich.“

Nicht wirklich gut einsehbar ist das Teilstück der Plaßstraße, das zum Tiewinkel führt, wenn man vom Rest der Plaßstraße kommt

Nicht wirklich gut einsehbar ist das Teilstück der Plaßstraße, das zum Tiewinkel führt, wenn man vom Rest der Plaßstraße kommt. © Andreas Schröter

Autos, die aus der Unterführung an der Plaßstraße kommen und nach rechts in besagtes Teilstück der Straße abbiegen, haben nur sehr schlechte Sicht in den Bereich. „Gleichzeitig“, so Schmitt-Weigand weiter, „kreuzen in diesem Bereich alle Kinder, die aus den nördlich gelegenen Wohngebieten kommen, die Plaßstraße“.

Viele Fußgänger – auch Erwachsene –, die dort langgehen, haben den Kurler Bahnhof zum Ziel, seien also auch Bahnkunden. Je weiter die dunkle Jahreszeit nun fortschreite, desto mehr verschärfe sich die Situation.

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Im Sommer habe sogar ein Nachbar selbst für den Rückschnitt gesorgt. Das sei sicher ehrenwert, aber sollte nach Ansicht Schmitt-Weigands eigentlich nicht vorkommen.

Eine Mitarbeiterin bei der zuständige Stelle der Bahn hatte ihm den Beginn der Arbeiten zwischenzeitlich für den 23. Oktober angekündigt. Passiert ist bislang nichts.

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Schmitt-Weigand ärgert sich auch darüber, dass es für ihn schwierig gewesen sei, überhaupt einen zuständigen Sachbararbeiter bei der Bahn zu erreichen, der für das Thema zuständig ist. Mehrfach sei er ihn vielen Mailwechseln von Pontius nach Pilatus geschickt worden, ohne konkrete Hilfe zu erfahren.

Überspitzt fragt der die Mitarbeiter der Bahn: „Passiert erst etwas, wenn etwas passiert ist? Ist das die einzige Möglichkeit, dass jemand Verantwortung übernimmt und einen Pflegetrupp für drei Stunden die Straße entlangschickt?“

Eine Bahnsprecherin teilt dazu mit: „Zwischen Oktober und Februar erfolgen Vegetationrückschnittsarbeiten entlang der Bahngleise in ganz Deutschland. Nach Rücksprache mit unserem Dienstleister wird der Vegetationsrückschnitt bis Freitag (13.11.) durchgeführt. Die Verkehrssicherheit ist nicht beeinträchtigt. Ein konkretes Datum lässt sich nicht verlässlich benennen, da die turnusmäßigen Arbeiten Schritt für Schritt entlang der Stecken erfolgen.“

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