Dortmunder Bürgerdienste ab sofort mit besserem Angebot im Netz

rnOnline-Termine

Wenn Dortmunder einen Online-Termin bei den Bürgerdiensten buchen wollen, gehen sie oft leer aus, greifen zum Telefon – und blockieren die Hotline der Stadt. Das soll jetzt besser werden.

Dortmund

, 28.06.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer am Freitagmittag (26. Juni) online einen Termin in den nächsten Tagen bei den Dortmunder Bürgerdiensten in der Innenstadt oder den Bezirksverwaltungsstellen buchen wollte, konnte aus dem Vollen schöpfen. Überall waren noch eine ganze Reihe Termine frei; denn die Bürgerdienste haben die Terminvergabe seit Freitag ausgeweitet.

Die Vorlaufzeit, so Manfred Kruse, Chef der Bürgerdienste, wurde verdoppelt von 7 auf 14 Tage: „Wir geben jetzt nicht nur bis zu jedem siebten Tag Termine frei, sondern bis zu jedem 14. Tag.“ Und das aktuell jeden Morgen für den nächsten Tag in zwei Wochen. Die Bürger hätten dann für ihre Terminplanung mehr Zeit, so Kruse.

Weitere Terminschiene

Darüber hinaus werden die Bürgerdienste ab Montag (29.6.) eine weitere Terminschiene mit einwöchiger Vorlaufzeit für die Innenstadt und alle neun Bezirksverwaltungsstellen freischalten, kündigt Kruse an.

Die Bürgerdienste vergeben damit insgesamt 500 Online-Termine am Tag, außer mittwochs und freitags, da sind es nur 250. Trotzdem bleibt eines voraussichtlich wie es war: Wer erst um 12 Uhr mittags ins Netz geht, muss damit rechnen, dass die neu freigegebenen Termine schon gebucht sind. „Die Termine gehen weg wie warme Semmeln“, so Kruse.

Bei der Ausdehnung der Terminschienen besteht die Gefahr, dass Bürger – wie früher schon – gleich mehrere Termine blocken, aber nur einen wahrnehmen und die übrigen Termine verfallen. Das werde man im Blick behalten, sagte Kruse.

10-Minuten-Takt ist angestrebt

Vom Grundsatz her, so der Amtsleiter, habe das System auch bisher „recht gut funktioniert“, doch jeder wolle schnellstmöglich einen Termin haben. Deshalb arbeiten die Bürgerdienste daran, weitere Termine freizugeben.

Um wegen Corona einen geordneten Zugang zum Dienstleistungszentrum zu gewährleisten, habe man die Termine bislang im 20-Minuten-Rhythmus vergeben, erläutert Kruse: „Davon gehen wir jetzt wieder in Richtung 10-Minuten-Takt.“

Informationen auf der Homepage

Zurzeit liegt die Auslastung wegen Corona-Beschränkungen bei 50 Prozent. Jetzt strebe man 80 Prozent an; denn 100 Prozent, so Kruse, ließen mit Blick auf den Mindestabstand die Räumlichkeiten in den Bezirksverwaltungsstellen nicht zu. Bei weiteren Lockerungen könne man auch wieder auf 100 Prozent gehen.

Vorsprachen bei den Bürgerdiensten sind zurzeit nur mit Terminvereinbarungen möglich. Weil Bürger mit der alten Regelung nicht klarkamen oder keinen freien Termin fanden, griffen sie zum Telefon und blockierten die Hotline der Stadtverwaltung. Seit Samstag (27.6.) sind deshalb die Informationen über die Neuregelung auf der Homepage der Bürgerdienste und ab nächste Woche auch auf Social Media zu finden sein, kündigt Kruse an.

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