Dortmunder Christopher-Street-Day: Drei Teilnehmende von Jugendlichen attackiert

Beim CSD in Dortmund am Samstag (3.9.) soll es mehrere queerfeindliche Vorfälle gegeben haben, die ein Verein aus Dortmund anprangert.
Beim CSD in Dortmund am Samstag (3.9.) soll es mehrere queerfeindliche Vorfälle gegeben haben, die ein Verein aus Dortmund anprangert. © Oliver Schaper
Lesezeit

Nach dem Dortmunder Christopher-Street-Day (CSD) am vergangenen Samstag (3.9.) sollen drei junge Teilnehmende geschlagen und verletzt worden sein. Die zwei Männer im Alter von 21 Jahren und die 18-jährige Frau mussten vor Ort von einem Rettungswagen behandelt werden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Die beiden Tatverdächtigen seien flüchtig. Sie sollen 16 oder 17 Jahre alt sein. Auf die Attacke machte zunächst der queere Dortmunder Verein Slado aufmerksam. Die Polizei sprach nach dem CSD noch von einer „ausnahmslos friedlichen Versammlung“.

Tatverdächtige wollten Interview

Der Angriff ereignete sich gegen 20.50 Uhr auf dem Friedensplatz, so die Polizei. Dort fand die Demo mit rund 7.000 Teilnehmenden zuvor statt, die dann jedoch schon etwa drei Stunden vorbei war.

Die drei Betroffenen wurden von den Tatverdächtigen zunächst angesprochen, sie wollten ein Interview mit ihnen führen. Als die drei ablehnten, wurden sie geschlagen. Zum Motiv könne man noch nichts sagen, heißt es von der Polizei.

Slado berichtete außerdem, dass Teilnehmende des CSD bespuckt und die Demo mit Eiern beworfen worden sei. Dazu war bei der Polizei nichts bekannt.

Laut Slado machten Rechtsextreme zudem Fotos von Teilnehmenden und veröffentlichten diese bei Telegram. Zwei Rechtsextremisten hätten nach Angaben der Polizei am Hauptbahnhof Platzverweise erteilt bekommen.