Dortmunder Club öffnet wieder - aber Tanzen bleibt verboten

rnNach Corona-Schließung

Eine beliebte Dortmunder Diskothek öffnet wieder mit aller Vorsicht für Gäste. Partys wie vor der Corona-Zeit wird es nicht geben. Dennoch ist die Wiedereröffnung überlebenswichtig.

Dortmund

, 06.07.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Biergarten statt Teppichtanz: Die Großmarktschänke in der östlichen Innenstadt öffnet in Kürze wieder. Allerdings ohne Partyformate und Tanz, dafür aber mit einer neuen Gemütlichkeit unter freiem Himmel.

Auf Anfrage dieser Redaktion sagt Betreiber Sinischa Wichmann: „Jetzt musste irgend etwas passieren, um den Sommer zu überstehen und wieder Einnahmen zu erzielen.“

„Funky“ Biergarten und Coronaschutz im Innenbereich

Die Großmarktschänke verspricht seinen Fans bei Facebook einen „richtig coolen, funky Biergarten! Mit liebevoller Deko und schöner Musik zum Wohlfühlen à la Großmarktschänke, wie ihr es von uns kennt“. Der Innenbereich sei ebenfalls umgestaltet worden, damit dort alle erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen beherzigt werden können.

Wichmann sagt im Gespräch mit unserer Redaktion, er und sein Team freuten sich darauf, „die Leute wiederzusehen, die Lust haben uns zu unterstützen und für ein paar Bierchen vorbeikommen wollen“. Tanzen ist dabei ausdrücklich nicht erlaubt, um niemandes Gesundheit zu riskieren. „Aber es wird natürlich Musik laufen“, sagt Sinischa Wichmann.

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Geplant sei, den Biergarten ab dem Nachmittag zu öffnen. Um 22 Uhr muss unter freiem Himmel ohnehin Ruhe sein. Weitere Details möchte die Großmarktschänke in den nächsten Tagen bekannt geben. Wichtig sei dabei unter anderem auch die Frage, wie der mögliche Zustrom von Gästen bei der begrenzten Platzanzahl gesteuert werden soll.

Crowdfunding der Großmarktschänke hat geholfen, vier Monate Stillstand zu überstehen

Mit einer Reihe weiterer Gastronomiebetriebe hatte die Großmarktschänke in den Wochen nach der Schließung über Crowdfunding im Internet versucht, Einnahmeausfälle auszugleichen. „Dank eurer Unterstützung, konnten wir die ersten vier Monate Stillstand überbrücken und unsere geliebte Großmarktschänke am Leben erhalten“, heißt es dazu in einem Facebook-Post.

Sinischa Wichmann eröffnete den Club bereits unter dem Namen Cosmotopia Anfang 2000 in der Nordstadt. 2006 schloss das „Cosmo“, weil der Eigentümer an der Schützenstraße das Areal umbaute.

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Anfänge schon 2000 als Cosmotopia: Großmarktschänke hat eine lange Geschichte

Seit 2008 führt Wichmann das Konzept unter dem Namen Großmarktschänke am Heiligen Weg in den Räumen einer ehemaligen Kneipe für die Lkw-Fahrer am Dortmunder Großmarkt weiter.

Die Großmarktschänke gehört auch zur Interessengemeinschaft Dortmunder Nacht- und Clubkultur, die sich für den Erhalt der Clublandschaft einsetzt.

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