Dortmunder drehte Doku-Drama über Ex-Bayern-Boss Hoeneß

Film im ZDF

Das wird Bayern-Fans nicht unbedingt gefallen: Das Doku-Drama über den Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß (Donnerstagabend im ZDF) hat ausgerechnet ein Dortmunder gedreht. Christian Twente ist der Regisseur. Zurzeit bei Dreharbeiten in Sofia plauderte Twente am Telefon mit uns über die Hoeneß-Dokumentation.

DORTMUND

, 26.08.2015, 13:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der aufsehenerregende Prozess vor dem Münchner Landgericht, erzählt Christian Twente, sei das Rückgrat des 90-minütigen Doku-Dramas "Uli Hoeneß - der Patriarch". Es beantworte die Fragen, "Wo kommt der Mann her, und wieso ist er so."

Dabei stütze sich die Doku auf Ergebnisse eines Teams von Rechercheuren und Prozess-Beobachtern. Neben Interviews mit Weggefährten, Freunden, Rivalen und Biografen sowie Originalaufnahmen aus Archiven gibt es die Spielszenen. "Wir haben den Münchener Gerichtssaal in Berlin nachgebaut", berichtet Twente. In Berlin sitzt die Produktionsfirma AVE. Die Filmarbeiten l- Interviews und Spielszenen - liefen von März bis Mitte Juni.

Nicht mit Hoeneß gesprochen

Produzent Walid Nakschbandi hatte schon vor dem Gerichtsverfahren die Idee, ein Doku-Drama über Uli Hoeneß zu drehen. Twente: "Dann kam der Prozess, was dramaturgisch nicht hätte besser sein können." Mit Hoeneß selbst hat er nicht gesprochen. Wegen des Gerichtsverfahrens wollte auch die Familie nicht mit den Filmleuten reden. "Der Sohn von Uli Hoeneß hat uns aber in einem Telefonat viel Glück und Erfolg gewünscht", so Twente.

Auch wenn Christian Twente aus Dortmund kommt, ist er kein richtiger BVB-Fan, eher Sympathisant. "Das war aber für den Produzenten kein Ausschlusskriterium", sagt er und lacht. Zudem sei das Drehbuch so angelegt, dass kein Urteil über Hoeneß gefällt wird. Ausgestrahlt wird "Uli Hoeneß - der Patriarch" am Donnerstagabend, 27. August, 20.15 Uhr, im ZDF.

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