Dortmunder Feuerwehrmann streitet ab, Drohmail nach AfD-Kritik versandt zu haben

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Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Dortmund steht im Fokus von Ermittlungen. Von seinem Mailaccount sollen Drohmails abgesandt worden sein. Er reagierte seinerseits mit einer Anzeige.

Dortmund

, 25.11.2019, 16:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Mann ist seit vielen Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Dortmund – und war bislang unverdächtig. Doch nun steht er im Fokus von Ermittlungen des zuständigen Staatsschutzes in Hagen. Es geht um eine Drohmail, die von einer Adresse der Freiwilligen Feuerwehr in Dortmund an den Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV), „Hartmut Ziebs“ gegangen ist nach dessen öffentlich betonter Abgrenzung zur AfD.

Ein Sprecher der Polizei Hagen bestätigte nur den Eingang von Drohmails, aber nicht die Ermittlungen gegen den Dortmunder Feuerwehrmann.

Untersuchungen in den eigenen Reihen

Doch die Dortmunder Feuerwehr selbst hat Untersuchungen in den eigenen Reihen aufgenommen und mit dem Mann, der in Verdacht steht, der Verfasser der Drohmail zu sein, das Gespräch gesucht. „In einer Anhörung hat er glaubhaft versichern können, dass er es nicht gewesen ist“, teilte Feuerwehrsprecher Andreas Pisarski auf Anfrage mit.

Es gebe unterschiedliche Möglichkeiten, einen Mail-Account zu missbrauchen, sagte Pisarski. Der Verdächtige habe selbst Anzeige wegen Missbrauchs besagter E-Mail-Adresse gestellt. Die Feuerwehr warte nun die Ermittlungen des Staatsschutzes ab.

Am Montagmorgen (25.11.) sicherte der Staatsschutz laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland eine bislang unbekannte Substanz vor dem Privathaus von Hartmut Ziebs in Schwelm.

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