Dortmunder hat 70.000 Euro in Smoothies investiert

Kuriose Geschäftsidee

Darius Liaghat hat 70.000 Euro in sein erstes eigenes Unternehmen mit Sitz in Dortmund investiert. Er wollte sich schon immer selbstständig machen. 46.000 vitaminreiche Smoothies hat Liaghat herstellen lassen. Alles läuft. Doch die Sache hat einen kleinen Haken.

DORTMUND

, 06.02.2017, 17:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Gründer vom "Hola Chia", Darius Liaghat, präsentiert sein Produkt: ein Chia-Smoothie in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Der Gründer vom "Hola Chia", Darius Liaghat, präsentiert sein Produkt: ein Chia-Smoothie in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen.

„Ohne Zusätze, Farbstoffe und Geschmacksverstärker“ – Smoothies auf dem Markt gibt es viele, aber keiner genügte den Ansprüchen des Energiewirtschaft-Studenten Darius Liaghat: „Beim Blick auf die Zutatenlisten war ich enttäuscht von den Details.“ Deswegen produzierte der 31-Jährige aus Mönchengladbach seinen eigenen Chia-Smoothie.

Die enthaltenen Chiasamen sind essbare kleine schwarze und graue Körner, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind und zur derzeit so genannten „Super Food“ zählen. Liaghat kippte literweise Säfte zusammen und probierte sich durch zahlreiche Smoothies, um den perfekten Vitamindrink zu kreieren. Seine Familie und Freunde halfen ihm bei den Geschmackstests.

"Ich wollte unbedingt etwas mit Chia machen"

Die Idee für einen Chia-Smoothie kam Liaghat, als er Ende 2015 von einer USA-Rundreise nach Deutschland zurückkehrte. „Ich wollte unbedingt etwas mit Chia machen. Was, war anfangs noch nicht klar“, sagt Liaghat. Im Februar 2016 gründete er dann das Start-Up-Unternehmen „Hola Chia“. Ende 2016 kamen die ersten beiden Geschmacksrichtungen heraus: schwarze Maulbeere mit Aronia und Alphonso Mango mit Gojibeeren – natürlich beide mit Chiasamen, dazu Äpfel und Limetten.

Die Säfte sind 100 Prozent bio, vegan, glutenfrei und ohne Zusatzstoffe. Auch wenn der Fruchtgeschmack nicht so intensiv ist, wie bei herkömmlichen Smoothies. Vor allem die Suche nach einer geeigneten Flasche, habe die Entwicklungen verzögert, so Liaghat. Den Fruchtpüree gibt es nämlich nicht in Plastikflaschen, sondern nur in Glasflaschen. Das spricht in der Ökobilanz grundsätzlich für den neuen Smoothie, allerdings ist das Fläschchen auch um einiges schwerer als seine Konkurrenten in Plastik.

684 Flaschen verkauft

Die Einzelhändler geben sich skeptisch. Erhältlich ist die Vitaminbombe deswegen bisher nur in kleinen Mengen in zwei Edeka-Märkten in Dortmund und Herdecke, in einem Friseursalon und bei einem Physiotherapeuten. Zu den besten Abnehmern gehören Bekannte, Freunde und Familie. Bis Montag konnte das Unternehmen genau 684 Flaschen verkaufen.

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