Dortmunder Innenstadt ist um fast 175 Schandflecke ärmer

Schönheitskur für die City

Schönheitskur für die Dortmunder Innenstadt: Fast 175 Schandflecke in Form von beispielsweise Aufklebern, Graffiti und maroden Bänken wurden innerhalb des letzten Jahres entfernt. Wir zeigen einige Stellen im Vorher-Nachher-Vergleich.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 30.08.2012, 05:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer mit offenen Augen durch die City geht, der dürfte erstaunliche Veränderungen wahrnehmen: Graffiti an öffentlichen Gebäuden und Kunstwerken sind kaum noch zu finden, marode und beschmierte Bänke wurden ersetzt, Aufkleber von Pfosten und Schildern entfernt, an Treppen weisen Markierungen Sehbehinderten den Weg.

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Diese Stellen in Dortmund sind jetzt schöner als zuvor

Dortmund wurde aufgehübscht: Bänke haben neue Auflagen bekommen, Treppen neue Kennzeichnungen, Laternenmasten neue Anstriche und zahlreiche Graffiti und Schmierereien sind verschwunden. Wir zeigen, welche Stellen in Dortmund jetzt viel schöner sind als zuvor.
29.08.2012
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So sah es vorher am Spielpunkt Stadtgarten aus...© Foto: Stadt Dortmund
... und so nach der Reinigung.© Foto: Stadt Dortmund
Der Brunnen auf dem Hansaplatz sah wirklich nicht mehr schön aus.© Foto: Stadt Dortmund
Jetzt sind die roten Flächen wieder graffitifrei.© Foto: Stadt Dortmund
So sah es vorher am Spielpunkt Klangsäulen in der Reinoldistraße aus...© Foto: Stadt Dortmund
... und so nach der Reinigung.© Foto: Stadt Dortmund
So sah es vorher am Westenhellweg 12 (S. Oliver) aus...© Foto: Stadt Dortmund
... und so nach der Reinigung.© Foto: Stadt Dortmund
Dei Bänke auf dem Alten Markt luden nicht mehr zum Sitzen ein.© Foto: Stadt Dortmund
Deshalb bekamen sie neue Auflagen.© Foto: Stadt Dortmund
So beschmiert war der Euroshop am Ostenhellweg 51 vorher.© Foto: Stadt Dortmund
Und so sieht die Wand jetzt aus.© Foto: Stadt Dortmund
Lütge Brückstraße 4: beschmiert und gar nicht schön.© Foto: Stadt Dortmund
Lütge Brückstraße 4: nach Reinigung und kreativer Aufbereitung.© Foto: Stadt Dortmund
Die Einfahrt an der Kampstraße 38 war von oben bis unten beschmiert.© Foto: Cityring Dortmund
Die Farbe wurde entfernt, das Tor erneuert.© Foto: Cityring Dortmund
Die Ladenfassade von Foto Kosfeld in der Kampstraße 2 vor der Reinigungsaktion...© Foto: Stadt Dortmund
... und danach.© Foto: Stadt Dortmund
Die Bänke am Platz von Hiroshima waren alt und dreckig.© Foto: Stadt Dortmund
So sehen sie jetzt aus.© Foto: Stadt Dortmund
Auch dieser Pfeiler an der Kampstraße 1...© Foto: Stadt Dortmund
... wurde gesäubert.© Foto: Stadt Dortmund

Vor fast genau einem Jahr, am 1. September 2011, ist die „Technische Koordinierungsstelle für die City“ in der 18. Etage des städtischen Tiefbauamtes eingerichtet worden. Von dem, was seither passiert ist, ist City-Ring-Vorsitzender Axel Schroeder „richtig begeistert. Da habe ich so nicht mit gerechnet.“Schmuckes Umfeld für Thier-Galerie  Auslöser für die groß angelegte Schönheitskur war die Thier-Galerie. Noch vor Eröffnung des Einkaufscenters waren die damaligen Centermanager Monika Block und Alexander Crüsemann durch die Stadt marschiert und hatten Schandflecken fotografiert.Denn Projektentwickler ECE, der die Thier-Galerie in die Höhe gezogen hat und betreibt, legt Wert auf ein schmuckes Umfeld, damit sich die Kunden von nah und fern nicht nur im Shoppingtempel selbst, sondern auch außerhalb davon wohlfühlen.

 Der Runde Tisch zur Dortmunder City nahm die Anregungen der Centermanager ernst. Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammer Dortmund dokumentierten insgesamt 175 Schandflecke. Die Koordinierungsstelle wurde eingerichtet, Ralf Rittner zum Citybeauftragten benannt. Der ist in der Innenstadt „fast mit jedem Pflasterstein per Du“, wie er selbst frotzelt, weil er seit 25 Jahren als Bezirksmeister in der Straßenunterhaltung für das Tiefbauamt unterwegs ist. Der 47-jährige koordiniert seitdem die verschiedenen Verschönerungsaktionen.

 Alle rund 90 privaten Immobilieneigentümer hat Rittner angeschrieben und aufgefordert, ihre Gebäude ebenfalls von Schmierereien zu befreien. „Fast 80 Prozent der Hauseigentümer haben sich beteiligt“, freut sich Axel Schroeder. Fast alle der 175 Schandflecke seien somit abgearbeitet worden. Nun sollen demnächst erneut die Eigentümer, die sich bisher nicht gerührt haben, per Brief aufgefordert werden, sich doch noch zu engagieren, kündigt Schroeder an.  

 Auch jeder Bürger ist aufgerufen, zur Verschönerung der City beizutragen. Ralf Rittner freut sich über Unterstützung, bisher gab es noch nicht allzu viele Anregungen: „15 Bürger haben sich bisher gemeldet.“ Schroeder sieht in den wenigen Meldungen bereits einen möglichen Erfolg der City-Offensive: „Es gibt eben nicht mehr so viele Problemecken.“

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