Dortmunder Kandidatin Jessica Günes: „Ich wollte immer dünn sein“

rnCurvy Supermodel

RTL2 zeigt ab Donnerstag (26. Juli) die dritte Staffel der Casting-Show Curvy Supermodel. Mit dabei ist die Dortmunderin Jessica Günes. Dabei hat sie sich gar nicht selbst angemeldet.

Dortmund

, 26.07.2018, 15:15 Uhr / Lesedauer: 3 min

Bei „Germany’s Next Topmodel“ sucht Heidi Klum seit vielen Jahren nach hübschen, jungen und vor allem dünnen Frauen, die das Zeug zum Model haben (oder zumindest zum Instagram-Star). Die Kandidatinnen entsprechen in den allermeisten Fällen dem gängigen Schönheitsideal, sie sind groß, haben lange Beine und wenig bis keinen Speck.

Die RTL2-Show „Curvy Supermodel“ folgt dem gleichen Prozedere wie Heidi Klums Show. Gesucht wird ein Model, das sich möglichst gut verkaufen kann. Es gibt Fotoshootings und so einige Herausforderungen. Die Gewinnerin bekommt einen Modelvertrag und wird auf der Titelseite eines Modemagazins zu sehen sein. Nur die Models, die sehen ein bisschen anders aus. Denn die Teilnehmerinnen tragen keine Größe 34, sondern eher 42. Sie sind kurvig, rund, weiblich, ein bisschen dicker – wie auch immer man es nennen will.

Die Dortmunder Kandidatin Jessica

Jessica Günes ist 22 Jahre alt, sie ist in Hörde geboren, lebt jetzt in Schüren, studiert Wirtschaft in Meschede, ist 1,78 Meter groß und trägt Kleidergröße 42. Sie ist nicht dick, keineswegs. Aber auch nicht superdünn. Ganz normal einfach. Aber im ungeschriebenen Gesetz des Modelbusiness fällt sie in die Kategorie Plus Size.

Wahrscheinlich wäre Jessica Günes nie bei der RTL2-Modelshow gelandet. Wenn da nicht ihre Cousine wäre. Die hat Jessica nämlich einfach für die Sendung angemeldet – und die Curvy-Supermodel-Jury (die Models Angelina Kirsch und Jana Ina Zarella, Ex-Bachelor und Model Jan Kralitschka und Tänzer und Model Oliver Tienken) hat sie als eine von Tausenden Kandidatinnen zum Casting eingeladen.

„Ich war nicht selbstbewusst genug“

„Ich habe mich nicht getraut“, sagt Jessica Günes im Gespräch mit unserer Redaktion. „Ich war nicht selbstbewusst genug.“ Aber im Nachhinein sei sie sehr froh, bei der Show mitgemacht zu haben. „Ich habe ja mehrere Mädels kennengelernt, die so sind wie ich. Das hat mir mehr Selbstbewusstsein geschenkt“, sagt sie.

Wie weit sie in der Show kommt, das darf die 22-Jährige noch nicht verraten. Unter den besten 53 Kandidatinnen ist sie in jedem Fall. So viele wurden zum Casting eingeladen. Über die ersten drei Folgen ist das Casting zu sehen, die Teilnehmerinnen wurden dafür in drei Gruppen eingeteilt. Jessica Günes erster Auftritt ist in Folge 2 am 2. August.

Den eigenen Körper akzeptieren

Sie habe, so viel darf sie verraten, bei Curvy Supermodel viel gelernt. „Vor der Kamera zu stehen und in eine neue Rolle zu schlüpfen, das habe ich bisher noch nicht gemacht“, sagt sie. „Geschminkt und beurteilt zu werden, das war mal etwas ganz anderes.“ Sie habe gerlent, Selbstvertrauen zu haben. „Und eine gerade Haltung“, sagt sie, lacht.

Dass es so eine Sendung gibt, für kurvigere Frauen, dass findet sie gut und wichtig. „Nicht jeder kann so dünn sein“, sagt sie. „Oder will es sein.“

Dortmunder Kandidatin Jessica Günes: „Ich wollte immer dünn sein“

Durch Curvy Supermodel sei sie selbstbewusster geworden, sagt Jessica Günes. © RTL II

Sie selbst habe lange gebraucht, um ihren Körper zu akzeptieren. „Ich wollte immer dünn sein. Ich habe viele Diäten gemacht“, sagt sie. Mittlerweile sei sie aber zufrieden. Klar, sie habe Problemzonen, die habe jeder. Aber sie akzeptiere nun ihre Kurven.

Eine Pessimistin

Als Baby hatte Jessica Günes schon eine schwere Operation. Sie wurde an der Hüfte operiert, „sonst hätte ich nie laufen können“, sagt sie. Heute erinnern sie aber nur noch ihre Narben daran, dass da mal etwas war. Es geht ihr gut.

Sie sei, gibt die Dortmunderin zu, eine echte Pessimistin. „Ich gehe immer vom Schlimmsten aus, um nicht enttäuscht zu werden.“ Das sei am Anfang auch bei Curvy Supermodel so gewesen. „Auf dem Weg dahin war ich sehr pessimistisch“, sagt sie. „Aber als ich da war, wollte ich einfach nur weiterkommen, mit den anderen Models zusammen sein und schöne Dinge erleben.“ Über Whats App tausche sie sich regelmäßig mit den anderen Kandidatinnen aus, bald soll es ein Treffen geben.

Verliebt in Dortmund

Als Model würde Jessica Günes viel herumkommen. Aber auch wenn es damit nicht klappt, will sie reisen. „Ich möchte am liebsten jede Ecke der Welt sehen“, sagt sie. Am Ende sei sie aber Dortmunderin durch und durch. „Diese Stadt wird mich immer zurückziehen“, sagt sie. „Ich bin schon verliebt in Dortmund.“

Curvy Supermodel ist ab dem 26. Juli immer donnerstag um 20.15 Uhr auf RTL2 zu sehen.
Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt