Dortmunder Landtagsabgeordnete hören 2017 auf

Guntram Schneider und Gerda Kieninger

Bis zuletzt haben sie die Frage nach ihrer erneuten Kandidatur für die Landtagswahl im Mai 2017 offen gelassen - jetzt steht für Guntram Schneider (64) und Gerda Kieninger (64) fest: Beide altgedienten SPD-Landtagsabgeordneten treten aus Altersgründen nicht mehr an.

DORTMUND

, 09.10.2015 / Lesedauer: 2 min

„Mehr Frauen in den Landtag statt angegrauter Herren“ wünscht sich Guntram Schneider, seines Zeichens Minister a.D.  und SPD-Mandatsträger im Wahlkreis IV (Hombruch, Hörde, Lütgendortmund) Sein Wunsch könnte in Erfüllung gehen: Bei der NRW-Wahl 2017 verzichtet er auf eine erneute Kandidatur und macht Platz für Jüngere.

Ähnlich Gerda Kieninger (64), die seit 20 Jahren von Dortmund nach Düsseldorf fährt. Auch sie gibt ihr Mandat „aus Altersgründen“ auf und wird nicht mehr kandidieren. Damit eröffnet Kieninger auch im Wahlkreis II (Eving, Innenstadt-Ost und -Nord) das Rennen um die Nachfolge.

Armin Jahl (67) hingegen will sein Mandat im Wahlkreis I (Mengede, Innenstadt-West, Huckarde) verteidigen und geht erneut in die Startposition. Dass sich SPD-Parteichefin Nadja Lüders (44) im Wahlkreis III (Aplerbeck, Brackel, Scharnhorst) erneut um ein Ticket für den NRW-Landtag bewirbt, dürfte keine Überraschung sein.

Rennen um Nachfolger als Kandidaten dauert bis Parteitag 2016

Spätestens Ende April 2016 müssen alle Bewerbungen vorliegen. Danach werden sich die Kandidaten auf vier Wahlkreiskonferenzen vorstellen. Im nächsten Schritt kommt die Mitgliederbefragung: Im Mai 2016 werden die Stimmzettel verschickt, Ende Juni wird ausgezählt.

Das letzte Wort hat ein Parteitag im Herbst 2016. Zur Erinnerung: Die SPD hat sich die Quote auf die Fahne geschrieben. Das heißt: Am Ende des Tages müssen zwei Frauen und zwei Männer auf dem Siegertreppchen stehen.

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