Dortmunder mischen kräftig mit bei Entwicklung der neuen 5G-Technik

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Beim Ausbau der 5G-Technik in Nordrhein-Westfalen sind Dortmunder Unternehmen und Wissenschaftler vorn dabei. Dafür gibt es reichlich Geld vom Land.

Dortmund

, 28.06.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

5G ist vor allem als neue Mobilfunktechnik bekannt. Doch der neue Standard kann mehr als bessere und leistungsfähigere Mobilfunk-Verbindungen zu schaffen. 5G gilt als Schlüsseltechnologie für den digitalen Wandel. Die Bandbreite der Anwendungen reicht von der Versorgung von Schwerstverletzten über Sicherheit für Fahrradfahrer bis zu optimierten Schweißprozessen.

Die NRW-Landesregierung mit dem Ministerium für Wirtschaft, Innnovation und Digitalisierung will 13 5G-Projekte mit bis zu 26 Million Euro fördern. Die Förderprojekte wurden jetzt aus 24 Bewerbern ausgewählt. Und dabei sind Dortmunder Akteure gleich an sieben Sieger-Projekten beteiligt.

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Forscher und Entwickler aus Dortmund

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) und das städtische Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie sind an dem Projekt „5G EURIALE“ beteiligt, das eine Medizin- und Verkehrstelematik für die umfassende Versorgung von Schwerstverletzten aufbaut, um die störungsfreie Datenübertragung in Notfallsituationen zu gewährleisten.

Die Gesellschaft für Bildung und Beruf in Dortmund beteiligt sich an dem Projekt 5G Inklusion 4.0, mit dem digitale Assistenzsysteme für Menschen mit geistiger Behinderung entwickelt werden.

Die im Technologiepark beheimatete Comnovo GmbH und die TU Dortmund arbeiten mit am Projekt „5Guarantee“ zur Überwachung und Sicherung der Netzqualität bei der Datenübertragung.

Die TU und der Technologiepark spielen eine wichtige Rolle bei der Etablierung der 5G-Technik.

Die TU und der Technologiepark spielen eine wichtige Rolle bei der Etablierung der 5G-Technik. © Hans Blossey

Die Dortmunder Point 8 GmbH ist mit verschiedenen Partnern am Projekt „5GROW“ beteiligt, das die industrielle Anwendung der 5G-Technik etwa bei automatisierten Schweißprozessen in Verbindung mit künstlicher Intelligenz erforscht.

Die Dortmunder Smart Living GmbH Dortmund ist ein Partner beim Projekt „Car2Bike.5G“, das digitale Assistenzsysteme für Radfahrer entwickelt, um die Verkehrssicherheit zu verbessern.

Schließlich ist TU Dortmund an zwei weiteren Projekten beteiligt: Mit „GIGA FOR HEALTH“ soll der europaweit erste Medizincampus an der Universitätsklinik Düsseldorf geschaffen werden, bei „Plan&Play“ geht es unter anderem gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut IML um die Unterstützung potentieller Anwender bei der Identifikation der passenden Netzinfrastruktur und -planung.

Die starke Dortmunder Beteiligung an den 5G-Projekten des Landes freut natürlich auch die Verantwortlichen der Stadt. Der Erfolg zeige, „wie gut wir hier in Dortmund digital aufgestellt sind“, stellt Wirtschaftsförderungs-Chef Thomas Westphal fest. Besonders erfreulich sei neben dem Einsatz von TU und IML die Beteiligung vieler Start-ups.

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