Dortmunder Neonazi-Gruppe verboten - Großrazzia

Schlag gegen Rechts

Mit einer groß angelegten Razzia geht die Polizei seit den frühen Morgenstunden gegen die rechtsextreme Szene in Dortmund vor. Seit 6 Uhr werden zahlreiche Wohnungen und Vereinsräume der Rechten durchsucht. Die Gruppe Nationaler Widerstand Dortmund wurde verboten.

DORTMUND

von Ruhr Nachrichten

, 23.08.2012, 10:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dortmunder Neonazi-Gruppe verboten - Großrazzia

Nach dem Verbot einer Dortmunder Neonazi-Gruppe durch NRW-Innenminister Jäger, nahmen Polizisten am frühen Donnerstagmorgen 91 Wohnungen und Vereinsräume von Rechtsextremen ins Visier.

In Dortmund werden derzeit 91 Räume durchsucht. 600 Polizisten sind an der Großrazzia beteiligt. Am frühen Morgen hatte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) drei Neonazi-Gruppierungen verboten - darunter den Nationalen Widerstand Dortmund. Dabei handelt es sich um eine hauptsächlich in Dorstfeld ansässige Gruppe sogenannter Autonomer Nationalisten. „Wir reißen damit große Löcher in das Netzwerk der Neonazis“, sagte Jäger in Düsseldorf.Auch in Hamm ("Kameradschaft Hamm") und in Aachen ("Kameradschaft Aachener Land") wurden Gruppierungen verboten - hier ist die Polizei ebenfalls seit dem frühen Morgen gegen die Rechte Szene im Einsatz. Insgesamt sind 900 Polizisten in allen drei Städten an der Aktion beteiligt.

Die Polizei teilt mit, dass neben Dortmund auch Wohnungen und Vereinsräume in Bochum, Lünen, Essen, Unna, Schwerte, Herdecke, Gelsenkirchen, Hamm, Münster und Bielefeld durchsucht worden.

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