Raserkontrollen am Wochenende: Hupkonzerte, Flaschenwurf und Widerstand

Wall und Phoenix

Mehrere Hundert Autos hat die Polizei am Wochenende kontrolliert. Einsatzschwerpunkte waren der Phoenix-See, Phoenix-West und der Wall. Probleme bereitete aber vor allem ein Fußgänger.

Dortmund

, 20.06.2021, 14:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Raser, Tuner und Poser hat die Polizei in den Nächten zu Freitag und Sonntag kontrolliert. Dabei überprüften sie Hunderte Fahrzeuge und Personen. Einsatzschwerpunkte waren neben dem Wall die Rheinische Straße, der Phoenix-See und das Gelände auf Phoenix-West, das ein beliebter Treffpunkt der Szene ist.

Laut Mitteilung der Polizei stellten die Beamten etwa 200 der szenezugehörigen Fahrzeuge fest. An mehreren eingerichteten Kontrollstellen - unter anderem der Rheinischen Straße - überprüften die Polizistinnen und Polizisten in dieser Nacht 159 Fahrzeuge und 188 Personen. Sie erteilten 20 Platzverweise und fertigten fünf Strafanzeigen - unter anderem auch wegen Steuervergehen.

Darüber hinaus verhängten sie 22 Verwarngelder und fertigten sechs Ordnungswidrigkeitsanzeigen, so die Bilanz in dem Polizeibericht. Drei Fahrzeugführern untersagten die Beamtinnen und Beamten die Weiterfahrt. Sie hatten ihre Autos derart technisch verändert, dass die Betriebserlaubnis erlosch: Sie mussten ohne Auto weiter.

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Wegen des verkehrsbedingten Rückstaus kam es im Bereich des Westentors zu vereinzelten Hupkonzerten. Weitergehende Ruhestörungen konnten jedoch durch die Polizistinnen und Polizisten unterbunden werden, heißt es.

Flaschenwurf - Autofahrer mussten ausweichen

Gegen 1.30 Uhr in der Nacht zu Samstag ließ der Verkehr nach. Doch ein Fußgänger machte dann auf dem Burgwall Ärger. Der warf eine Flasche auf die Straße, vor den Augen der Einsatzkräfte. Autofahrer hätten ausweichen müssen, berichtet die Polizei. Bei seiner anschließenden Kontrolle leistete der 22-jährige Dortmunder Widerstand und musste den Rest der Nacht in einer Gewahrsamszelle verbringen. Ein Polizist wurde durch Tritte und Schläge leicht verletzt. Den Dortmunder erwarten nun Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

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In der Nacht zu Sonntag (20.6.) kontrollierte die Polizei gemeinsam mit dem kommunalen Ordnungsdienst der Stadt Dortmund szenetypische Treffpunkte. So stellten die Beamten bereits zu Einsatzbeginn 21 der Szene zuzuordnende Fahrzeuge auf einem Parkplatz an der Speestraße fest und erteilten entsprechende Platzverweise. Bereits gegen 0 Uhr verringerte sich der Fahrzeugverkehr aufgrund des Gewitterwetters merklich und die Personen verließen den Innenstadtbereich.

Insgesamt wurden in der Nacht zu Sonntag 68 Fahrzeuge kontrolliert sowie 100 Personenkontrollen durchgeführt, 22 Platzverweise ausgesprochen und sieben Verwarngelder ausgesprochen - unter anderem wegen Erlöschen der Betriebserlaubnis. Es gab eine Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen eines Rotlichtverstoßes.

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Nach den Unfällen am vergangenen Wochenende hat die Dortmunder Polizei auch die vergangenen beiden Tage vermehrt die Treffpunkte der Raser-, Poser- und illegalen Tuningszene kontrolliert.

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