Dortmunder Polizei zwitschert jetzt

Soziale Medien

Halbwegs moderne Ordnungshüter: Seit Dienstagmittag informiert das Polizeipräsidium per Facebook und Twitter über die Einsätze rund um den Antikriegstag am ersten September-Wochenende.

DORTMUND

von Von Christian Stein

, 21.08.2012, 18:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizist Volker Aschoff stellte im August den Facebook-Auftritt zum Einsatz der Polizei vor.

Polizist Volker Aschoff stellte im August den Facebook-Auftritt zum Einsatz der Polizei vor.

Internetnutzern soll es so ermöglicht werden, sich über die Demonstrationen in Hörde und Lütgendortmund sowie über das Antifa-Camp auf den Laufenden zu halten.

 Damit folgt die Dortmunder Polizei dem Beispiel aus der Landeshauptstadt Baden-Württembergs: Die Stuttgarter Polizei griff bei den Stuttgart21-Demonstrationen im vergangenen Jahr auf soziale Netzwerke zurück – mit Erfolg. „Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Daran haben wir uns orientiert“, erklärte gestern Volker Aschoff vom Polizeipräsidium Dortmund. Ehe sich die Polizei aber bei Facebook und Twitter anmelden durfte, musste das Innenministerium grünes Licht geben – das kam vor wenigen Tagen. Auf ihrer Facebook-Seite informiert die Polizei in den nächsten knapp zwei Wochen über 

  • Zahlen und Fakten zum Einsatzgeschehen
  • Beratungsmöglichkeiten
  • Erreichbarkeit des Info-Mobils und des Bürger-Telefons
  • Verkehrsbehinderungen am Demo-Tag
  • Hinweise, wie sich Teilnehmer bei Demonstrationen richtig verhalten.
  • Hinweise, wie konsequent die Polizei gegen Straftäter vorgeht.

Außerdem sind Verhaltensregeln, Datenschutzbestimmungen und Fotos bei Facebook zu finden, vom dessen Auftritt sich die Polizei mehr Rückmeldungen und Zugriffe erhofft als bei Twitter. Dort gebe es nämlich ein Problem: „Hier sind Nachrichten auf 140 Zeichen begrenzt. Das ist für die eine oder andere Neuigkeit zu wenig“, sagte Volker Aschoff.Drei Beamte, die für Online-Angelegenheiten zuständig sind, kümmern sich ab sofort um die Facebook- und Twitter-Auftritte. Sie haben rund um den 1. September die Einsätze im Blick und stellen die Ereignisse in die sozialen Netzwerke ein. Kurz nach dem Antikriegstag-Wochenende werden beide Auftritte wieder vom Netz genommen – vorerst.

„Wir werten Zahlen und Kommentare aus, um darüber nachzudenken, langfristig über Einsätze, zum Beispiel während BVB-Heimspielen, in sozialen Netzwerken zu informieren“, so Aschoff.   Fahndungsbilder von Straftätern oder vermissten Personen zu veröffentlichen, wie es Behörden in Niedersachen machen, sei nicht geplant. 

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