Dortmunder Professor fordert Führerschein-Entzug nach Autobahn-Korsos

Türkische Hochzeiten

Autokorsos türkischer Hochzeiten rufen vermehrt Polizeieinsätze hervor. NRW-Innenminister Reul kündigte im Stern-TV-Talk mit dem Dortmunder Professor Ahmet Toprak ein härteres Vorgehen an.

Dortmund

, 16.05.2019, 17:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dortmunder Professor fordert Führerschein-Entzug nach Autobahn-Korsos

Herbert Reul im Mai beim Landesparteitag der nordrhein-westfälischen CDU. © dpa

In den vergangenen sechs Wochen musste die Polizei in Nordrhein-Westfalen über 100 Mal wegen Hochzeitskorsos ausrücken, so NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bei Stern TV. Ende April hatte ein Dortmunder Autokorso die A2 bei Kamen blockiert. In der Sendung kündigte Reul ein härteres Vorgehen in solchen Fällen an.

„Es wird zum Beispiel im Moment auch geprüft, ob solche Menschen überhaupt berechenbar sind, und ob es überhaupt eine Zulässigkeit gibt, dass die einen Führerschein haben können“, so der Minister. Mit ihm und Moderator Steffen Hallaschka diskutierte der Dortmunder FH-Professor Ahmet Toprak. Bereits vor der Sendung hatte er betont, dass Korsos, die bei türkischen Hochzeiten die Autobahn blockieren, mit Tradition nichts zu tun hätten.

Auch live bei Stern TV sprach sich Toprak für härtere Strafen aus: „Ich glaube, eine Geldbuße würde die Verursacher in erster Linie nicht beeindrucken, weil ich der Meinung bin, dass man dann sagt, es ist eine Hochzeitsfeier und das kann man als Nebenkosten noch mal aufnehmen.“ Der Integrations-Experte sprach sich für einen Führerscheinentzug aus, sofern dies rechtlich möglich wäre. Toprak betonte jedoch auch, dass Hochzeitskorsos an sich eine schöne Tradition seien.

Lesen Sie jetzt