150 Tonnen Stahl: So viel werden in den kommenden Wochen verbaut, um auf dem Hansaplatz den großen Weihnachtsbaum zu erbauen. © Verena Schafflick
Weihnachtsmarkt

Dortmunder Riesen-Tanne wird aufgebaut – mit ganz besonderer Beleuchtung

Ein Jahr musste er Corona-bedingt pausieren, nun ist er zurück: Am Dienstag wurde der Grundstein für den diesjährigen Dortmunder Riesen-Weihnachtsbaum gelegt. Was die Besucher erwartet.

Es geht wieder los. Am Dienstagnachmittag (19.10.) wurde auf dem Hansaplatz der Grundstein gelegt für den größten Weihnachtsbaum der Welt. An der Größe des Baums ändert sich in diesem Jahr nichts – etwas Neues bietet der Baum dennoch.

Exakt an der gleichen Stelle standen Schausteller-Sprecher Patrick Arens, Vertreter der Stadt Dortmund und Schausteller-Kollegen im vergangenen Jahr auch schon. Auch damals wurde der Grundstein gelegt für den Riesen-Baum. Nur wenige Wochen später musste das Wahrzeichen zurückgebaut werden: Deutschland ging in den Corona-Lockdown.

Dieses Jahr soll es anders werden. Zwar ist die Pandemie weiterhin ein Thema, dennoch zeigt man sich bei der Grundsteinlegung hoffnungsvoll, dass die Weihnachtsstadt wie geplant stattfinden kann. „Wir alle brauchen wieder Vergnügen. Einen Ausgleich, um sich zu vergessen“, so Patrick Arens, Vorsitzender des Dortmunder Schaustellervereins Rote Erde, vor den rund 50 Gästen bei der Grundsteinlegung.

Weihnachtsstadt als „Zeichen der Hoffnung“

Es sei ein Zeichen der Hoffnung, dass Großveranstaltungen unter freiem Himmel wieder stattfinden können. „Für uns alles ist es Zeit, dass es wieder losgeht. Gerade für die Veranstaltungsbranche und die Gastro-Branche, die arg finanziell gebeutelt ist“, sagt Arens.

Die 3. Bürgermeisterin von Dortmund, Ute Mais, erinnert sich genau daran, wie es vor einem Jahr war: „Wir haben ganz kurz angefangen aufzubauen, dann haben wir wieder abgebaut. Und dann wurde es richtig dunkel – auch im Herzen.“

Wirklich viel vom späteren Baum konnte man aber am Dienstag noch nicht erkennen, zumal bei 16 Grad und Nieselregen noch keine Weihnachtsstimmung aufkam. Dafür sollen später dann 1700 Rotfichten und 150 Tonnen Gerüstmaterial sorgen, die den Baum 45 Meter hoch werden lassen. Dafür verantwortlich ist das Gerüstbauunternehmen Weise.

Dass der Baum dann ab dem 18. November (Donnerstag) erleuchtet wird: Dafür sorgen 48.000 LED-Lampen sowie 20 große Kerzen, elf Engel und 20 Lichtelemente. Wie die genau aussehen werden, ließ Patrick Arens noch nicht durchblicken. „Die Industriegeschichte der Stadt Dortmund soll sich aber in der Lichtinstallation wiederfinden“, verriet der Schausteller-Vorsitzende.

Unter anderem Schausteller-Vorsitzender Patrick Arens (3.v.r.) sowie Ute Mais, 3. Bürgermeisterin von Dortmund, kamen zur Grundsteinlegung des Dortmunder Weihnachtsbaums.
Unter anderem Schausteller-Vorsitzender Patrick Arens (3.v.r.) sowie Ute Mais, 3. Bürgermeisterin von Dortmund, kamen zur Grundsteinlegung des Dortmunder Weihnachtsbaums. © Verena Schafflick © Verena Schafflick

Bei aller Freude über den Weihnachtsmarkt bleibt die Pandemie aber dennoch ein Thema, auch bei der Grundsteinlegung. So erinnerte Mais nochmals an die 3G-Regeln, die in der Weihnachtsstadt herrschen werden.

Einen Abstrich müssen die Veranstalter nämlich schon machen: Das Weihnachtsdorf an der Reinoldikirche wird nicht stattfinden, weil dort die Corona-Regeln nicht eingehalten werden können. Doch Patrick Arens präsentiert hier eine Alternativlösung: „Dafür weiten wir den Weihnachtsmarkt auf das Plateau auf dem Hansamarkt aus.“ Auch Teile des Westenhellwegs sollen mit einbezogen werden.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
Zur Autorenseite
Verena Schafflick