Dortmunder soll zehn Waffen im Darknet gekauft haben

Razzia des Zolls

Er hortete zehn Schusswaffen und mehr als 1500 Schuss Munition: In der Wohnung eines Dortmunders hat der Zoll ein Waffenlager gefunden. Der 54-Jährige soll sich die illegalen Waffen im Darknet besorgt haben. Nun könnten ihm bis zu drei Jahre Haft drohen.

DORTMUND

, 13.07.2017, 14:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dortmunder soll zehn Waffen im Darknet gekauft haben

Die bei der Razzia sichergestellten Schusswaffen und die Munition.

Wie das zuständige Hauptzollamt Frankfurt erst jetzt in einer Pressemitteilung bekannt gab, fand die Razzia zusammen mit zwei weiteren Hausdurchsuchungen in anderen Bundesländern bereits zwischen Ende Mai und Juni 2017 statt.

Der Dortmunder war im Frühjahr ins Visier einer Ermittlungskommission des Hauptzollamts Frankfurt geraten, die gezielt gegen den organisierten Handel von illegalen Schusswaffen vorgeht. Die Ermittler hatten ihn mit einem Benutzernamen im sogenannten Darknet in Verbindung gebracht, einem Teil des Internets, das von Suchmaschinen nicht erfasst wird. Dort soll der Dortmunder sich die Waffen illegal besorgt haben.

In seiner Wohnung fanden die Zollbeamten zehn Schusswaffen, 1562 Schuss Munition und 2711 pyrotechnische Gegenstände. In welchem Dortmunder Stadtteil die Wohnung liegt, konnte der Frankfurter Zoll-Pressesprecher Hans-Jürgen Schmidt auf Nachfrage nicht sagen. Gegen ihn wurde Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz gestellt. Das Strafmaß für den illegalen Besitz von Schusswaffen geht von einer Geldstrafe bis hin zu drei Jahren Haft.

Insgesamt wurden bei den Razzien, die neben Dortmund in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen stattfanden und die auf drei voneinander unabhängige Ermittlungsverfahren zurückgehen, 17 Schusswaffen, 2312 Schuss Munition, zehn verbotene Gegenstände (2 Messer, 8 Schlagringe) sowie 2711 verbotene pyrotechnische Gegenstände sichergestellt. Sie haben einen Gesamtwert von rund 25.000 Euro.

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