Dortmunder sollen Geldautomaten gesprengt haben, Beute machten sie aber nicht

Gerichtsprozess

Zwei Dortmunder und ein Mann aus Hagen sollen im Frühjahr 2019 mehrere Geldautomaten gesprengt haben. Ihre Beute: nullkommanull Euro. Jetzt stehen stehen sie vor Gericht.

Dortmund

, 20.12.2019, 10:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dortmunder sollen Geldautomaten gesprengt haben, Beute machten sie aber nicht

Die Angeklagten beim Prozessauftakt am Hagener Landgericht. © Martin von Braunschweig

Vor dem Hagener Landgericht müssen sich seit Donnerstag (19.12.) drei Männer wegen versuchten Bandendiebstahls, Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und Sachbeschädigung verantworten. Zwei Dortmunder und ein Hagener sollen im Frühjahr 2019 mehrere Geldautomaten gesprengt haben.

Angaben zur Sache machten die Männer bei Prozessbeginn nicht. Wie es heißt, soll das im Januar nachgeholt werden. Und die Richter dürfen wohl auch mit Geständnissen rechnen.

Sprengvorrichtung funktionierte nicht

Laut Anklage startete die Pleiten-Pech-und-Pannen-Serie am 4. April in Witten. An einem Geldautomaten an einem Baumarkt sollen die Angeklagten versucht haben, einen sechsstelligen Betrag zu erbeuten. Weil ihre Sprengvorrichtung aber anscheinend nicht funktionierte, sollen sie ohne Beute geflohen sein.

Auch an der Uni Wuppertal, der Commerzbank in Herdecke und der Volksbank in Mengede kamen die Täter nicht an den Inhalt der Geldautomaten heran. In Mengede ging nämlich die Lunte zu früh wieder aus.

Supermarkt-Waren vernichtet

Immensen Schaden richteten die Angeklagten aber laut Staatsanwaltschaft dennoch an. Am 8. Mai sollen sie in Hagen den Geldautomaten eines Edeka-Supermarktes gesprengt haben. Geld bekamen sie offenbar abermals keines. Durch die Explosion entstand jedoch ein Schwelbrand, der dazu führte, dass der komplette Warenbestand des Supermarktes vernichtet werden musste. Die Lebensmittel hatten einen Wert von mehreren Hunderttausend Euro, so die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage.

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