Dortmunder Stadtwerke rechnen Kosten für einen Neubau an der Kreuzung Ophoff durch

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Modernisieren oder neu bauen? Die Entscheidung, ob die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) ihre Zentrale an der Deggingstraße aufgeben, lässt noch auf sich warten. Erste Zahlen liegen nun vor.

Dortmund

, 15.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Dortmunder Stadtwerke legen sich die Karten, ob sie Geld in die Modernisierung ihrer Hauptverwaltung in der östlichen Innenstadt stecken sollen oder das Haus lieber aufgeben und auf dem Grundstück an der Kreuzung Ophoff eine komplett neue Unternehmenszentrale hochziehen.

Das Alt-Gebäude an der Deggingstraße wurde 1970 in Betrieb genommen und 1995/'96 kernsaniert. Da weder die Haustechnik noch die Energiewerte der Immobilie den aktuellen Standards entsprechen, kommt DSW21 an einer Modernisierung nicht vorbei.

Rechnung mit Unsicherheiten

Angefangen von Versorgungsleitungen über Fenster bis hin zu den Fassaden: „Das Gebäude ist nicht gerade hocheffizient“, sagt DSW21-Prokurist Jörg Jacoby auf Anfrage.

Nach einer ersten, groben Kalkulation müsste DSW21 laut Jacoby einen Betrag „zwischen 10 und 20 Millionen Euro“ in die Modernisierung des Alt-Gebäudes investieren. Die Rechnung sei aber noch mit einigen Unsicherheiten behaftet, sagt Jacoby. „Da ist Bewegung drin.“

Gleichzeitig hat DSW21 aber auch schon die Option eines möglichen Neubaus geprüft – auf dem Grundstück des früheren Betriebshofs an der Kreuzung Ophoff im Schnittpunkt von Märkischer Straße und B1-Zufahrt.

Grundstück gehört der eigenen Tochter

Nachdem dort 2004 die erste Büro-Immobilie fertiggestellt worden und ein nun weiterer Abschnitt für ein Hotel vorgesehen ist, bleiben 5000 Quadratmeter Fläche für einen Neubau mit rund 280 Mitarbeitern. „Haken dran", sagt Jacoby. "Machbar wäre das." Das gilt auch für den Bau von ein oder zwei Tiefgaragen mit Stellplätzen für die Mitarbeiter.

Auswirkungen auf die unterirdisch verlaufenden Stadtbahnlinien seien nicht zu erwarten. Zu den Kosten eines Neubaus wollte sich Jacoby noch nicht äußern – Branchenkenner indes gehen von „mindestens 30 Millionen Euro“ aus.

Kosten für den Grundstückskauf fielen jedenfalls nicht an. Der Grund: Die Fläche gehört DSW21 bereits. Jedenfalls zu einem Teil. Eigentümer ist die Gesellschaft „Westfalentor I GmbH“, an der DSW21 und die Sparkasse in Schwerte je 50 Prozent halten.

Sollten sich die DSW21-Vorstände für einen Neubau entscheiden, würde er zur Hälfte von der Schwerter Sparkasse mitfinanziert. Umgekehrt würde sie nach Fertigstellung der Immobilie auch von den Einnahmen profitieren: DSW21 wäre bereit, das Gebäude von der „Westfalentor I GmbH“ mieten.

Wohnungsbau am Alt-Standort denkbar

Was in einer Vergleichsrechnung ebenfalls zu Buche schlägt, ist das Gelände am jetzigen Standort Deggingstraße. Nach einem Wegzug von DSW21 könnte das Grundstück, das bislang als Parkplatz für Mitarbeiter dient, an Wohnungsbauinvestoren verkauft werden. Auch das ist schon durchgerechnet. Nach Angaben von Jacoby kann DSW21 unter dem Strich mit Erlösen „in Höhe einer siebenstelligen Summe“ rechnen.

Vorgesehen ist, im März eine „erste Zwischenbilanz zu ziehen“ und das Thema offiziell auf Vorstandsebene zu behandeln. „Dann werden wir sehen, in welche Richtung es gehen könnte“, sagt Jacoby. Die Entscheidung soll vor Jahresende fallen.

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