Dortmunder stellt Rekord bei "The Biggest Loser" auf

Radikale Verwandlung

Der Dortmunder Bernd Oehmke hat geschafft, was noch keinem Kandidaten bei "The Biggest Loser" gelungen ist: In der achten Staffel der Abnehm-Show auf SAT.1 ist er der erste, der mehr als die Hälfte seines Gewichts abgenommen hat. Wir haben mit ihm über seine radikale Verwandlung gesprochen.

DORTMUND

, 07.06.2016, 10:39 Uhr / Lesedauer: 3 min
Dortmunder stellt Rekord bei "The Biggest Loser" auf

"The Biggest Loser" Bernd Oehmke - vorher und nachher.

Herr Oehmke, sie haben gewaltig abgenommen, von 154,8 auf 75,3 Kilogramm. Trotz Ihres Rekords haben Sie es nicht ins Finale von „The Biggest Loser“ geschafft. Warum?

Ich bin in der zweiten Camp-Phase rausgeflogen. Da haben wir plötzlich Ausscheidungsspiele gemacht, bei denen es nicht nur auf das Abnehmen ankam.

Haben Sie seit dem Ausscheiden wieder zugenommen?

Ja, nach der Show habe ich erst einmal viel Wasser getrunken und Pflaumen gegessen und in drei Tagen wieder zehn Kilo draufgehabt, aber eben vor allem Flüssigkeit. Mittlerweile liegt mein Gewicht bei etwas über 80 Kilo. Seit der Show trainiere ich weiter und will mehr Muskeln aufbauen. Mein Körperfettanteil liegt mittlerweile bei 9 Prozent. Wenn man erstmal ein Gewicht erreicht hat, will man das auch halten.

Wie lange haben Sie gebraucht, um knapp 80 Kilo abzunehmen?

Das waren ziemlich genau sechs Monate. Am 22. Oktober 2015 ging es los. Das weiß ich noch so genau, weil ich es mit Zahlen hab. Sowas kann ich mir gut merken.

Den Großteil der Show haben Sie als „Web-Kandidat“ zu Hause trainiert. Wie sah da Ihr Trainingsplan aus?

Ich habe zum Beispiel meine Ernährung umgestellt, man soll ja viel Eiweiß essen und weniger Kohlenhydrate. Bei Heißhunger greifen andere zum Beispiel oft zu Schokolade, ich esse stattdessen Kirschtomaten oder ungeschälte Mandeln. Außerdem trinke ich viel grünen Tee.

Wir vier Web-Kandidaten hatten außerdem drei Trainer. Mit einem davon hatte ich einmal die Woche Kontakt, mit dem Moderator Daniel Aminati. Er hat mir viele kleine Tipps gegeben und mich auch motiviert. Diese Tipps habe ich wie ein trockener Schwamm aufgesogen. Ohne ihn hätte das alles nicht funktioniert. Er ist so etwas wie mein Vorbild geworden. So einen Sixpack möchte ich auch einmal haben, darauf arbeite ich jetzt hin. Phase eins war das Abnehmen, Phase zwei ist jetzt, meinen Körper zu modellieren.

Sie trainieren also noch weiter?

Ja, jeden Tag mache ich morgens und abends jeweils 60 bis 120 Minuten Sport, was für den Muskelaufbau, auch ein bisschen Cardio. Da verbrenne ich pro Einheit schon 1000 Kalorien. So kann ich mir auch mal ein Würstchen gönnen. Der Sport ist schon richtig zum Hobby geworden. Meine Frau beklagt sich schon, dass ich so viel im Fitnessstudio bin (lacht). Aber ich will meinen Körper ja jetzt definieren.

Hatten Sie vor Beginn der Show ein Wunschgewicht?

Ich wollte schon 70 bis 80 Kilo abnehmen, wenn man schon mal mitmacht... Es sind ja 79,5 geworden - da hätte ich die 80 schon gerne vollgemacht.

Wie hat ihr Umfeld auf die radikale Änderung reagiert?

Da habe ich viel Unterstützung erfahren. Vor allem das Fitnessstudio „Turnhalle – die Fitnesslounge“ in Hacheney muss ich da erwähnen. Da trainiert auch Hans-Joachim Watzke. Das ist irgendwie besonders, nur nette Leute da drin. Gerade mein Trainer Boris hat mir sehr geholfen. Man geht eben viel lieber trainieren, wenn man schon nett begrüßt wird.

Mein Umfeld ist also begeistert. Mein subjektives Gefühl ist aber immer noch: Ich habe doch noch ein Bäuchlein. Deshalb will ich jetzt eben die zweite Phase, den Muskelaufbau, angehen. Und ich kann eines versprechen: Die zweite Phase wird genauso erfolgreich wie die erste.

Und was sagt Ihre Frau zu der Veränderung?

Meine Frau fand das natürlich schön. Sie muss sich nur viel um die Kinder kümmern, weil ich so viel im Fitnessstudio bin. Aber mittlerweile trainiere ich abends auch ein bisschen weniger und bin dann der Familienvater. Ich habe vor der Show  zu meiner Frau gesagt, dass ich 50 Kilo abnehme und die Show gewinne. Mit dem Gewinn hätten wir nämlich das Haus ausbauen können, um noch ein viertes Kind zu haben. Zurzeit geht das finanziell nicht.

Und Ihre Kinder?

Die sind noch klein und kennen nur den dicken Papa. So schwer wie jetzt war ich zuletzt vor 16 bis 18 Jahren. Der Große ist aber schon sehr stolz auf mich.

SAT.1 zeigt das Finale von „The Biggest Loser“ am Mittwoch, 8. Juni, ab 20.15 Uhr.

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