Dortmunder stirbt bei Raser-Unglück in Südtirol

Schwerer Verkehrsunfall

Sechs Menschen sind am Sonntag (5.1.) in Luttach/Südtirol ums Leben gekommen. Ein Mann war unter Alkoholeinfluss in eine Touristengruppe gerast. Eines der Opfer kommt aus Dortmund.

Dortmund

, 05.01.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Menschen trauern an der Unglücksstelle im Ort Luttach in Südtirol um die Opfer eines schweren Unfalls.

Menschen trauern an der Unglücksstelle im Ort Luttach in Südtirol um die Opfer eines schweren Unfalls. © dpa

Ein 22-Jähriger aus Dortmund ist unter den sechs Toten des Unglücks in der norditalienischen Stadt Luttach bei Bruneck in Südtirol. Die Polizei Dortmund veröffentlichte diese Information am späten Sonntagnachmittag (5.1.) in einer Pressemitteilung.

„Die Dortmunder Polizei und Notfallseelsorger informierten die Familienangehörigen in Dortmund und betreuen sie“, schreibt die Behörde. Weitere Details nannte die Polizei bisher nicht.

Gegen 1.15 Uhr war ein Mann mit hohem Tempo im Ort Luttach im Ahrntal in eine Reisegruppe gefahren. Die jungen Touristen waren gerade aus einem Shuttle-Bus ausgestiegen und wollten die Straße überqueren.

Sechs Menschen zwischen 20 und 25 Jahren kommen ums Leben

Sechs Menschen zwischen 20 und 25 Jahren waren sofort tot. Elf weitere wurden verletzt, zum Teil lebensbedrohlich.

Der Fahrer hatte laut der italienischen Polizei einen Alkoholgehalt von 1,9 Promille im Blut. Gegen den Fahrer wird wegen mehrfacher Tötung im Straßenverkehr ermittelt. Bei einer Verurteilung drohen ihm acht bis zwölf Jahre Haft.

Vier der sechs Getöteten kommen aus NRW-Städten

Bei den Todesopfern des schweren Verkehrsunfalls in Südtirol handelt es sich um drei Frauen und drei Männer. Vier der Getöteten stammen aus Nordrhein-Westfalen, neben Dortmund aus Köln und aus Wuppertal.

Die Angehörigen der Opfer seien auf dem Weg nach Italien, sagte ein Polizeisprecher in Bozen am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten den Angehörigen am Sonntag ihr Mitgefühl ausgesprochen.

(mit dpa)

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