Bald geht es in Dortmund los mit der App für den Wocheneinkauf. © CabDo
Dienstleistung

Dortmunder Taxi-Unternehmen macht jetzt Gorillas, Flink und Co Konkurrenz

Keine Parkplatzsuche, kein Schlangestehen an der Kasse, kein schweres Schleppen – wer will, kann seinen Wocheneinkauf in Dortmund stressfrei erledigen. Der Dienstleister macht keinen Gewinn.

Besonders seit der Corona-Krise kaufen immer mehr Verbraucher auch Lebensmittel aus dem Supermarkt per Klick ein. Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom aus April 2020 hat sich die Zahl der Online-Käufer bei Lebensmitteln durch die Krise verdoppelt.

Online-Supermärkte wie Rewe.de oder Amazon Fresh profitieren von dem Boom: Fast jeder Fünfte der von Bitkom Befragten nutzte auch nach Ausbruch der Pandemie die Dienstleistungen der Online-Märkte. In Dortmund gibt es außerdem mit Apps wie Gorillas, Flink und Picnic bereits einige reine Lebensmittel-Lieferdienste.

Auf diesen Trend setzt jetzt auch Wladislaw Tepliakov. Er ist Gründer von Cabdo, der digitalen Taxizentrale in Dortmund, die man seit 2017 zunächst als Fahrdienst, und danach als Lieferanten für Medikamente und Restaurant-Essen kennt – alles über eine App bestellt. Ab Montag, 18. Oktober, gibt es eine neue Dienstleistung: den mobilen Supermarkt auf dem Smartphone.

Einkauf in zwei Stunden erledigt

Den Wocheneinkauf in zwei Stunden erledigt haben, ohne sich vom heimischen Sofa zu erheben – das verspricht Tepliakov mit seinem neuesten Serviceangebot für den Dortmunder Raum.

Die Einkäufe per App kann man von montags bis freitags, 8 bis 21 Uhr (samstags bis 20 Uhr) erledigen. Neben Lebensmitteln liefert Cabdo Getränke, Frischprodukte, Haushaltswaren, Pflegeprodukte, Tiernahrung, Weihnachtsartikel und vieles mehr. Sollten Produkte in der Auswahl fehlen, so Tepliakov, „ändern wir das“. Man müsse nur Bescheid sagen.

Der Service koste den Supermarktpreis für die Produkte, versichert Tepliakov: „Wir nehmen keine Liefergebühr.“ Der Mindestbestellwert beträgt 25 Euro. Wer Pfand beziehungsweise Leergut hat, kann das mitgeben, auch wenn es woanders gekauft wurde, und erhält den Gegenwert als Guthaben für die Cabdo-Dienstleistungen. Bezahlt wird bar, per Paypal oder Kreditkarte.

Zusammenarbeit mit Edeka

Doch wo liegt da für Cabdo der Gewinn? „Die Frage stellen wir uns erst mal nicht“, sagt der Cabdo-Gründer, „wir werden damit kein Geld verdienen, aber wir müssen unsere Kunden bei Laune halten und die Cabdo-App attraktiv machen.“

Er arbeite für den neuen Service mit Edeka und dem Unternehmen „Mahlzeit“ zusammen. „Logistik und Auslieferung macht Mahlzeit. Wir treten hier eher als Plattform auf“, sagt Tepliakov. Mahlzeit generiere seinen Gewinn dadurch, dass das Unternehmen die Waren unter den Preisen im Supermarkt bekomme und sie von dort beziehe, wo auch Edeka-Filialen einkaufen.

Er sei sicher, sagt der Cabdo-Gründer, dass dieser Dienst gut angenommen werde: „Es wäre schön gewesen, wenn wir schon zu Anfang der Pandemie damit gestartet wären, da gab es aber ,Mahlzeit‘ noch nicht. Doch es ist wichtig, in einem wachsenden Markt dabei zu sein.“

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle