Mit Spannung haben Polizei, Stadt und Fans das diesjährige Revierderby erwartet. Während es vor dem Spiel zumeist friedlich blieb, heizte sich die Stimmung nach der Partie deutlich auf.

Dortmund

, 28.04.2019, 03:55 Uhr / Lesedauer: 4 min

Ab 11.45 Uhr strömten schwarz-gelb gekleidete Fans in die City. Wer ab da im oder am Hauptbahnhof war, musste sich auf Gedränge einstellen. Schon im Vorfeld hatte die Polizei den Bereich ab Gleis 18 in Richtung Nordausgang durch Sichtschutzwände getrennt. Die Hundertschaften der Polizei standen bereit und warteten auf die Sonderzüge aus Gelsenkirchen. Doch die kamen erst mal nicht.

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Das Sicherheitskonzept der Polizei funktionierte: Die Fangruppen trafen nicht aufeinander. Bis nach Spielende. © Stephan Schütze

Eigentlich sollte um 12.04 Uhr der erste Sonderzug an Gleis 18 einfahren. Doch die Deutsche Bahn konnte aufgrund einer technischen Störung diesen Zug nicht bereitstellen. Stattdessen kam der erste Sonderzug um 12.40 Uhr an. Die Schalker machten sich schon während der Einfahrt in den Bahnhof lautstark bemerkbar. Böller und Pyro-Technik flogen aus den geöffneten Zugfenstern auf die Gleise. Die Bundespolizei reagierte: „Helme auf!“, rief ein Beamter seinen Kollegen zu.

Aufklärer finden Schalker Fans in Langendreer

Ein weiterer Böller explodierte auf dem Bahnsteig, nur Sekunden bevor sich die Zugtüren öffneten und die rund 400 Schalker Fans ausströmten. Mit Schmähgesängen und provozierenden Handzeichen zu Polizisten und anderen Menschen traten die Fans in Erscheinung. Die Beamten leiteten sie weiter Richtung Nordausgang und dann durch den strömenden Regen zur U-Bahn.

Plötzlich rückte polizeiliche Verstärkung am Hauptbahnhof an. Der Grund waren rund 350 Schalker Ultras, die sich im Vorfeld geweigert hatten, die Sonderzüge und Shuttle Busse nach Dortmund zu nutzen. „Das war in den vergangenen Jahren auch schon so“, erklärte Polizei-Sprecher Oliver Peiler. Im Vorjahr griffen die Beamten diese im Kreuzviertel auf. Diesmal war es Bochum-Langendreer, wo die Aufklärer der Polizei die Fans antrafen. Im normalen Bahnbetrieb reisten sie nach Dortmund an und ließen sich auch ohne Widerstand von der Polizei Richtung U-Bahn leiten. „Dieses Mal wollten sie wohl auch das Spiel sehen“, kommentierte Peiler dies flapsig. Insgesamt sei die Stimmung am Hauptbahnhof aber friedlich geblieben.

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Das Revierderby - Schalker und Dortmunder auf dem Weg zum Stadion

So war die Stimmung vor dem Revier-Derby.
27.04.2019
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Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
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Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
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Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
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Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
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Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
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Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze
Revierderby: Der BVB und der FC Schalke auf dem Weg zum Stadion. Anreise und das Spiel selbst sind verhältnismäßig ruhig verlaufen. © Stephan Schütze

Hatte sich die Lage am Bahnhof entspannt, wurde es nun in den U-Bahnhöfen rödelig. Wie bei jedem Heimspiel waren die Linien U45, U46 sowie in Richtung Stadion stark frequentiert. Da halfen auch die extra Züge von DSW21 auf den Strecken nichts. Und wenn die Züge dann kamen, ging es für die Fans auf Kuschelkurs. DSW21 hatte wieder Sicherheitspersonal im Einsatz, welches dafür sorgte, dass die Züge nicht überfüllt waren - oder zumindest, dass die Türen sich schlossen.

Die U45 und U46, bei denen eigentlich die Westfalenhallen die Endstation sind, fuhren diesmal weiter bis zur Haltestelle Stadion. An dem Messegelände durften nämlich nur die Schalker aussteigen, die dann auf direktem Wege von der Polizei über den Wirtschaftsweg zum Stadion gebracht wurden. Hier trafen erstmals die Fans beider Lager aufeinander. Auf dem linken Bürgersteig standen die wartenden Dortmund-Fans, hinter den geparkten Mannschaftswagen der Polizei auf dem rechten Bürgersteig die Schalker. Auf der Straße dazwischen schauten sich Polizisten die beidseitigen Provokationen an. Es gab erste Wortgefechte, Schmähgesänge und auch einige gezeigte Mittelfinger. Das erste Kräftemessen.

Dortmunder und Schalker Fans liefern sich Jagdszenen im Stadion - 13 Menschen in Gewahrsam

Schon vor dem Spiel war die Stimmung aufgeheizt. © Stephan Schütze

Auch die Schalker Spieler mussten mit ihrem Mannschaftsbus an den wartenden Dortmund-Fans vorbei. Pfiffe, Mittelfinger und Buh-Rufe gehörten auch hier zum Empfang dazu. Auf Höhe des Eingangs zum Stadion Rote Erde flog eine volle Bierdose gegen eine der Bus-Scheiben. Sofort ergriffen vier Beamte den Verdächtigen und zogen ihn aus der Menge. Für ihn war vor dem Spiel schon Schluss mit Derby.

Keine Spielchen spielen

Kurz vor der Nordtribüne kam es zu einer eher skurrilen Situation: War man bei Polizei und Stadt sehr darauf bedacht, beide Fanlager so gut es geht zu trennen, kreuzten sich nun die Wege von Dortmundern und Schalker. Doch die Polizei hat dafür eine Erklärung: Die Dortmunder Ultras sollten ins Stadion gehen, bevor die Schalker Fans das Stadion erreichen. „Der klassische Fan greift ja normalerweise niemanden an“, erklärt Polizei-Pressesprecher Oliver Peiler die Ultra-Situation. Den Ultras gefiel dieser Plan aber gar nicht.

Dortmunder Ultras versuchten sogar ein Zusammentreffen mit den Schalkern zu provozieren, indem sie sich weigerten, den Signal-Iduna-Park zu betreten. Doch die Beamten ließen sich auf diese Spielchen nicht ein und ließen daraufhin die S04-Anhänger auf dem Wirtschaftsweg warten. Nachdem diese Situation geklärt war, konnte es für die Schalker weitergehen. Da damit diese Fans, von der Polizei „Problemfans“ genannt, nicht mehr aufeinandertreffen konnten, öffnete die Polizei die Barriere hier.

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Nicht das einzige Mal, dass Schalker Fans am Wirtschaftsweg warten mussten. Für die Durchsuchung durch die Ordner wurden die Gästefans jeweils in größeren Gruppen in einen Käfig auf dem Stadionvorplatz gebracht. Gegen 14.17 Uhr verweigerte sich eine Gruppe dem. Die Polizei stoppte daraufhin die nachfolgenden Fans. Rund 30 Minuten ging hier nichts. Die Fans am Wirtschaftsweg versuchten nun, die Polizeikette zu durchbrechen. Bei dem Versuch wurde ein Polizist leicht verletzt, er konnte aber weiterarbeiten.

Für die drei Schalke-Fans Markus Wegener und Andreas und Thilo Becker war diese Art von Kräftemessen nichts. Das Trio war mit dem Auto aus Meschede angereist. Sie standen vor dem Spiel entspannt vor der Nordtribüne. Wegener hatte sogar eine Jeansweste mit mehreren Schalke-Aufnähern, eine sogenannte Kutte, an. Beleidigungen vor dem Spiel hatten sie nicht erlebt: „Nee, heute ging es.“ Schlimmer sei es nach dem 4:4 im November 2017 gewesen, erinnert sich Wegener grinsend zurück.

Auch nach der 2:4-Niederlage am Samstagnachmittag war die Stimmung emotional aufgeladen. Wie Schalke-Fan Benedikt Peters berichtete, hätten Dortmunder Fans versucht den Gästeblock zu stürmen. Die Polizei bestätigte dies. Es folgten Jagdszenen zwischen Schalker und Dortmunder Fans vor der Nordtribüne. Schließlich konnten Ordner und Polizisten dazwischengehen. Einige Fans aus beiden Lagern wurden laut Polizeibilanz in Gewahrsam genommen. Auf sie warten nun Anzeigen wegen Landfriedensbruch.

Nicht das einzige Fehlverhalten der Fans. Zündeten die Schalker Fans während des Spiels Pyro, machten es die Dortmunder ihnen nach dem Spiel nach. Sechs Personen wurden verletzt, zwei kamen ins Krankenhaus. Außerdem zeigten Schalker Fans während des Spiels ein Plakat, dass das Attentat von Sergej W. auf die BVB-Mannschaft verherrlichte. Ein Schalker warf nach dem Treffer durch Jadon Sancho mit einem Feuerzeug nach ihm. Auf den Fan wartet nun eine Anzeige wegen versuchter schwerer Körperverletzung.

Pfefferspray eingesetzt

Kaum aus dem Stadion raus, entluden sich die Aggressionen weiter. An der Haltstelle „Westfalenhallen“ kam es zu Auseinandersetzungen, bei der die Polizei Pfefferspray einsetzen musste. Auch hier wurden Menschen in Gewahrsam genommen. Am Hauptbahnhof angekommen, hatte sich die Lage dann wieder beruhigt.

„Insgesamt nahm die Polizei 13 Personen in Gewahrsam. Bislang wurden 36 Strafanzeigen, unter anderem wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und wegen Körperverletzungen erstattet“, schrieb die Polizei in ihrer ersten Bilanz.

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