Dortmunder Weihnachtsmarkt-Tasse 2019 hat einen Fehler - und der Glühwein wird teurer

rnWeihnachtsstadt Dortmund

Ein Herz für Dortmund symbolisiert die Dortmunder Glühwein-Tasse 2019. Die Gestaltung des herzförmigen Bechers ist allerdings nicht auf dem neuesten Stand. Dafür wird der Inhalt teurer.

Dortmund

, 18.11.2019, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Herzförmig ist die neue Dortmunder Glühwein-Tasse, innen rot, außen braun und mit zahlreichen Dortmund-Motiven - vom Rathaus über den Riesen-Weihnachtsbaum bis zum Dortmunder U und Hafenamt - dekoriert. Aus diesem Gefäß sollen in den nächsten Wochen Glühwein und andere Heißgetränke möglichst vielen Besuchern des Weihnachtsmarkts, der jetzt Weihnachtsstadt heißt, schmecken.

Glühwein kostet jetzt mehr

Was vielen Leuten wohl weniger schmecken wird: Der Glühwein wird teurer. Um 50 Cent. 3 Euro kostet eine „Portion“ nun, zuzüglich 3 Euro Pfand für die Tasse.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Die Dortmunder Weihnachtsmarkt-Tassen der letzten 16 Jahre

Am Montag wurde die neue offizielle Glühweintasse für den Dortmunder Weihnachtsmarkt vorgestellt. Grund genug, einmal zurückzublicken. Hier zeigen wir alle Tassen seit 2002.
19.11.2018
/
Ein schnörkelloser Stiefel mit Abendrot-Panorama: So sah die Glühweintasse des Dortmunder Weihnachtsmarktes 2002 aus.© Knut Vahlensieck
2003 gab es erneut einen Stiefel, dieses Mal allerdings in hellblau. © Knut Vahlensieck
2004 wurde der Glühwein-Stiefel knallrot. © Knut Vahlensieck
2005 tranken die Dortmunder den Glühwein aus einem Becher mit Relief. © Knut Vahlensieck
2006 waren die Becher weiß mit buntem Weihnachtsmotiv und hatten die Form kleiner Bierkrüge. © Aloys Reminghorst
2007 blieben die Becher weiß mit buntem Druck, diesmal mit angedeutetem Relief. © Aloys Reminghorst
Noch bunter wurden die Tassen 2008. © Aloys Reminghorst
Gaby Isken präsentiert die Becher von 2009. Nach fünf Jahren gab es die Rückkehr zum Stiefel. © Ulrike Böhm-Heffels
2010 gab es Ärger um die Tassen: Erwartet hatten die Weihnachtsmarkt-Händler das frishce, weiß-bunter Modell mit Relief (l.), bekommen haben sie dann nach langer Irrfahrt aus China das ergraute und weniger detailverliebte Stück (r.) Das Modell ähnelte eher einer Cappuccino-Tasse als einem Glühwein-Becher. © Dan Lareya/Dieter Menne
Eher schlicht und ohne Dortmunder Motiv, dafür aber in knallroter Herzchenform: der Becher von 2011. © Oliver Schaper
Aus Bechern in Schneemanngestalt mit lächelndem Gesicht und Möhrennase tranken die Dortmunder ihren Glühwein 2012. © Dan Lareya
Bei der Glühwein-Tasse 2013 wurde die beliebte Form des Vorjahres beibehalten. Auf ihr prangt diesmal ein Weihnachtsmann. © Oliver Schaper
Ein eher klassisches Stadt-Panorama bietet die 2014er-Ausgabe des Dortmunder Weihnachtsmarktes. © Dieter Menne
Schickes Mattglas! Das war die Weihnachtsmarkt-Tasse 2015. © Dieter Menne
Wieder in Glas-Optik, diesmal mit farbigem Druck: Der Becher von 2016.
Erstmals gibt es 2017 die Glühweintasse in schwarz-gelb. © Stephan Schütze
2018 ist die Weihnachtstasse wieder rot. Die Besonderheit ist der weiße Elch, der aus der Tasse hervorragt. © Jana Klüh

Der Glühwein-Preis sei wegen steigender Kosten in vielen anderen Städten schon angehoben worden, in Dortmund schon seit vielen Jahren nicht mehr, argumentiert Weihnachtsstadt-Organisator Patrick Arens. Der Redaktionsarchiv verrät: 2013 war der Preis für die Tasse Glühwein (sowohl für Inhalt wie für die Tasse selbst) zuletzt von 2 auf 2,50 Euro erhöht worden.

Veralterter Schriftzug

Ein Manko hat auch die neue Tasse. Denn dort prangt Gold auf Braun der Schriftzug „Dortmunder Weihnachtsmarkt“. Doch der heißt jetzt doch eigentlich „Weihnachtsstadt“.

Die neuen Tassen habe man schon im März und damit vor der Entscheidung zur Umbenennung bestellen müssen, erklärt Günter Wendler vom Schaustellerverein Rote Erde. Vielleicht erhöht der (letztmalige?) Weihnachtsmarkt-Schriftzug aber auch den Sammlerwert des Keramik-Bechers.

Dortmunder Weihnachtsmarkt-Tasse 2019 hat einen Fehler - und der Glühwein wird teurer

Die Weihnachtsstadt-Organisatoren präsentieren die Weihnachtsmarkt-Tasse 2019. © Oliver Volmerich

Zur Umbenennung des Markttreibens in „Weihnachtsstadt“ haben Arens, Wendler und die anderen Organisatoren in den letzten Wochen viel Überzeugungsarbeit leisten müssen. Es solle deutlich werden, dass der Markt die gesamte Innenstadt bespiele. Und es gehe keinesfalls um einen Bruch mit Traditionen. Im Gegenteil: „Wir wollen die Tradition nach vorn bringen und das Thema Weihnachten in Dortmund stärken“, verkündet Arens.

Gut 300 Stände

In der Tat nimmt die Weihnachtsstadt mit gut 300 Ständen fast die gesamte City in Beschlag - von der Katharinenstraße, wo ein neues Tor die Besucher begrüßt, über Petrikirchplatz und Kampstraße bis zur Kleppingstraße. Jeder Platz soll einen eigenen Charakter bekommen. So lade die Kleppingstraße als „Händlergasse“ zum Stöbern, Bummeln und Einkaufen ein, auf dem Reinoldikirchplatz und an der Katharinenstraße gibt es vor allem Angebote für Familien.

Neu ist zwischen Petrikirche und Sparkasse „Salasas Theaterzelt“ mit Platz für bis zu 200 Besucher, in dem es täglich zwischen 14 und 18 Uhr kostenlose Varieté-Vorführungen für die ganze Familie gibt. Und auf dem Platz von Leeds dreht sich wieder das Riesenrad.

Händler und Veranstalter hätten viel investiert - unter anderem 200.000 Euro in neue Beleuchtung, berichtet Arens. Viele Händler hätten ihre Buden nochmals verschönert.

Besucher aus China und Japan

Nicht zuletzt soll wieder der größte Weihnachtsbaum der Welt auf dem Hansaplatz als Aushängeschild der Weihnachtsstadt viele Besucher aus nah und fern anlocken. Angekündigt sind sogar neben Gästen aus Nachbarländern wie den Niederlanden und Belgien auch Busse mit Reisenden aus China und Japan, kündigt Weihnachtsstadt-Geschäftsführerin Verena Winkelhaus an.

Jetzt lesen

Erstmals öffnen werden die 300 Buden der Weihnachtsstadt am Donnerstag, 21. November, um 10 Uhr.

Die offizielle Eröffnung findet dann nach einem weiteren Pausentag zum Totensonntag am Montag, 25. November, statt. Dann wird nicht nur um 18 Uhr der 45 Meter hohe Riesenweihnachtsbaum mit seinen 48.000 Lichtern eingeschaltet. Es beginnt auch das Programm auf der Showbühne am Alten Markt, an der Puppenbühne an der Petrikirche und in Salasas Theaterzelt.

Die Weihnachtsstadt endet nach einer weiteren Pause am 1. Weihnachtstag dann am 30. Dezember. Bis dahin ist montags bis donnerstags von 10 bis 21 Uhr, freitags und samstags von 10 bis 22 Uhr und sonntags von 12 bis 21 Uhr geöffnet.

Lesen Sie jetzt

Der große Weihnachtsbaum ist für Dortmund ein echter Touristenmagnet. Streit gibt es nur darum, ob er wirklich DER Größte ist. Die NRW-Umweltministerin kritisiert nun den Größenvergleich. Von Felix Guth

Lesen Sie jetzt