Löwin Zuri nimmt die Besucher in Augenschein, die zur offiziellen Eröffnung des sanierten Löwenhauses in den Dortmunder Zoo gekommen waren. © Kolle
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Dortmunder Zoo hat nach vier Jahren wieder Löwen

Der Dortmunder Zoo hat mehrere Neuzugänge - nach Jahren sind hier wieder mehrere Löwen zuhause. Doch einer bleibt noch hinter den Kulissen. Und das hat einen bestimmten Grund.

Lange hat es gedauert. Fast vier Jahre. Doch jetzt hat der Dortmunder Zoo wieder Löwen. Zur Begrüßung gab es am Freitag (19.11.) einen großen Bahnhof vor dem aufwändig sanierten Löwenhaus. Auch Oberbürgermeister Thomas Westphal kam vorbei, um sich die Neu-Dortmunder aus der Nähe anzusehen.

Allerdings trafen er und die übrigen Gäste dort nur zwei Löwinnen an. Die jungen Löwen-Schwestern Saba und Zuri, die im August 2020 im Thüringer Zoopark Erfurt zur Welt kamen, sind bereits vor einer guten Woche in ihr neues Heim eingezogen. Zu ihnen soll noch Löwe Boeti stoßen.

Der Kater, der am 15. Oktober 2019 im GaiaZoo in Kerkrade in den Niederlanden geboren wurde, ist zwar bereits seit einigen Wochen in Dortmund, muss sich aber erst hinter den Kulissen im Ausweichquartier des Zoos eingewöhnen; denn Boeti ist ein kleiner Schisser.

Vom Löwenvater klein gehalten

Das liegt daran, dass er im GaiaZoo von seinem Löwenvater am Schluss mächtig untergebuttert wurde, doch die Zoomitarbeiter in Dortmund hoffen, dass er, wenn er zu den Damen stößt, zutraulicher wird.

Die müssen erst mal dazu gebracht werden, vom Außengehege wieder zurück ins Löwenhaus zu gehen, wenn die Tierpfleger das möchten. Weil das noch nicht gesichert und es nachts draußen kalt ist, bleiben Saba und Zuri zunächst im Löwenhaus.

Das ist aber derzeit wegen Corona geschlossen. Deshalb werde es vermutlich noch bis Mitte Januar dauern, bis Besucher alle drei auf der neuen, begehbaren Außenanlage bewundern können, schätzt Tierpfleger Sven Kentschke.

Die Morgenröte und die Schöne

Wie Oberbürgermeister Thomas Westphal in seiner Ansprache zur Eröffnung des Löwenhauses den Gästen erklärte, heißt „Saba“ Morgenröte und Zuri „Die Schöne“. Das passt. Boeti, so der OB, bedeute „Bruder“ und „schüchtern“. Das passt auch.

Übergaben offiziell das sanierte Löwenhaus: (v.l.) Hubert Jung, Vorstand des Hauptsponsors DSW21, OB Thomas Westphal, Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter und DSW-Vorstand Jörg Jacoby.
Übergaben offiziell das sanierte Löwenhaus: (v.l.) Hubert Jung, Vorstand des Hauptsponsors DSW21, OB Thomas Westphal, Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter und DSW-Vorstand Jörg Jacoby. © Kolle © Kolle

Allerdings noch nicht so gut zur Aufschrift am Löwenhaus: „#dortMUT“ steht da geschrieben. So heißt das Projekt, mit dem Hauptsponsor DSW21 den Zoo auf seinem Weg in die Zukunft der Löwenhaltung begleiten wird.

1,6 Millionen Euro investiert

1,6 Millionen Euro haben die Stadt und DSW21 in die energetische Sanierung und die erweiterte, zeitgemäße Außenanlage investiert. Der Zoo sei jetzt schon eine Perle unter den Dortmunder Sehenswürdigkeit, doch durch das Löwenhaus werde „die Ausstrahlungsfähigkeit für den Zoo noch weiter erhöht“, freute sich OB Westphal.

Zunächst soll es bei den Löwen bleiben, aber nach dem Masterplan für den Zoo

sollen ihnen später einmal auch Tiger folgen.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle

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