Ausgewildert: Dortmunder Zoo entlässt Tiere in die Freiheit

Social-Media-Redakteur
Fünf Schleiereulen aus dem Dortmunder Zoo wurden der Stadt-Wildnis zugeführt. © Schaper
Lesezeit

2021 schlüpften fünf Schleiereulen im Dortmunder Zoo, anschließend wurden sie achtsam vom Naturschutzbund (Nabu) großgezogen. Nun werden die Tiere wieder der Natur übergeben.

Wie die Stadt Dortmund berichtet, sind die fünf jungen Schleiereulen nun bereit, ihr Leben in der Dortmunder Stadt-Wildnis fortzuführen, sie wurde in einer Scheune des Zoos ausgewildert. In Dortmund leben aktuell circa 23 Brutpaare.

Früher gern gesehener Gast – heute weitestgehend zurückgedrängt

Früher war die Schleiereule deutlich verbreiteter: Landwirte errichteten sogar sogenannte Eulenlöcher für die Vögel, weil sie Jagd auf Mäuse und andere Kleintiere machten.

Wie die Stadt mitteilt, ist die Schleiereule aber stark betroffen von der modernen Stadtentwicklung: Brut- und Ruheplätze gehen zunehmend verloren, denn Kirchtürme werden wegen der Tauben vergittert und die moderne Schädlingsbekämpfung nimmt den Eulen ihre Funktion, die sie früher die Menschen hatten.

Bisher wurden 26 Schleiereulen aus dem Zoo ausgewildert und 20 Tiere direkt auf dem Zoogelände in die Wildnis entlassen. Um dem Rückgang an Ruheplätzen entgegenzuwirken, hat der Zoo mehrere Schleiereulen-Kästen angebracht und der Nabu hat im Großraum Dortmund über 100 Nisthilfen installiert.