Dortmunderin (23) will „Miss Germany 2021“ werden

rnSchönheitswettbewerb

Ihre Leidenschaft für Mode hat Madita Tebbe (23) schon immer geprägt: Sie ist unter den Bewerberinnen für die „Miss Germany 2021“. Dabei geht es ihr gar nicht ums Gewinnen.

von Paula Protzen

Dortmund

, 28.08.2020, 20:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Madita Tebbe (23) ist unter den Bewerberinnen für die „Miss Germany 2021“. Ihre Mutter meinte immer, sie solle „erst einmal die Schule fertig machen“.

Und dann wurde daraus irgendwie eine „Nacht und Nebel-Aktion“: „Mir wurde bei Instagram eine Story eingeblendet, wo man sich einfach durch ein Swipe-Up bewerben konnte.“ Und jetzt ist die 23-jährige Dortmunderin dabei.

Die neue Moral der Schönheitswettbewerbe

Für Madita Tebbe ist ganz wichtig: Die Miss Germany ist kein klassischer Schönheitswettbewerb (mehr). „Natürlich geht es um Äußerlichkeiten, das ist mir klar. Aber auch um eine Message, die man vermitteln kann.“

So sagt es auch der Veranstalter selbst auf seinem Internetauftritt: „Wir suchen und feiern Botschafterinnen, welche mit Haltung, Werten und Ehrgeiz neue Maßstäbe setzen und andere ermutigen, es ihnen gleichzutun.“

Junge. blonde Frau mit Offshoulder-Oberteil

Die Gegend rund um das Dortmunder U ist einer von Madita Tebbes Lieblingsplätzen. © Paula Protzen

Die Gewinnerin aus dem vergangenen Jahr finde sie sympathisch, sagt Tebbe. Auch auf Instagram käme die natürlich und authentisch rüber. Warum sie bei dem Schönheitswettbewerb - denn das ist er ja immer noch - mitmachen will?

„Ich finde, durch solche Sachen kann man immer nur dazugewinnen. Neue Erfahrungen machen einen immer etwas reifer, oder man kann etwas daraus mitnehmen.“

Miss-Germany-Bewerbung als Abenteuer

Den Rat ihrer Mutter hat die 23-Jährige umgesetzt: Sie absolviert derzeit ein duales Studium, arbeitet dafür unter der Woche Vollzeit beim Juwelier Christ und schmeißt am Wochenende ihr Studium. Man kann sagen: Madita Tebbe steht mit beiden Beinen mitten im Leben.

„Es ist jetzt nicht so, dass ich dadurch das und das und den Bekanntheitsgrad erreichen will.“ Viel mehr wolle sie die Reise - so sie denn in die nächste Runde des Wettbewerbs käme - als Abenteuer erleben, vielleicht ein Vorbild sein für jüngere Mädchen.

Eines von Madita Tebbes Bewerbungsfotos für den Wettbewerb.

Eines von Madita Tebbes Bewerbungsfotos für den Wettbewerb. © Privat

„Ich liebe meine Familie! Ich bin von den Interessen her einfach anders gepolt“, sagt sie mit einem Lachen. Mode-Inspiration habe sie dort vor allem von ihrer Oma bekommen, die habe sich schon immer damit beschäftigt.

Und: „Ich war jahrelang Bravo-Abonnentin.“ Heute findet sie die Inspiration vor allem im Internet, viel auch auf Social Media, und in ihrem eigenen Beruf.

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Ihr eigener Account auf der Plattform Instagram ist öffentlich. „Ich hab jetzt auch so die ersten Sachen, wo man mal was geschenkt kriegt, oder Fotos mit ner Marke zusammen macht, die die dann verwenden können.“ Aber Geld verdiene sie damit keines, wolle sie auch nicht richtig.

„Ich würde mir ganz ganz genau aussuchen, was ich da mache.“ Es sei schon ab und an vorgekommen, dass eine Marke bei ihr angefragt habe, aber das wolle sie gar nicht. „Da schreibe ich dann ne nette Mail zurück und sage: Nee, danke.“

Teilnahme bei Germany‘s Next Topmodel?

Der Platzhirsch, wenn es um Schönheitsideale in den Medien geht, ist hierzulande die Show Germany‘s Next Topmodel. Das habe sie früher gerne geschaut - auch wenn es nicht ganz einfach war.

„Ich bin ja so komplett anders als meine Familie, was die Einstellung und Leidenschaft für Mode und alles angeht. Und donnerstags kam Alarm für Kobra 11 und Germany‘s Next Topmodel. Da wurde immer gekämpft, was dann geschaut wird.“

Madita Tebbe will „Miss Germany“ werden.

Madita Tebbe will „Miss Germany“ werden. © Privat

An der Sendung teilzunehmen, kann sie sich mit ihren 23 Jahren nicht mehr vorstellen. „Manche von denen sind erst 16, da habe ich inzwischen einen ganz anderen Standpunkt. Ich bin sieben Jahre älter als die! Inzwischen schaut man weniger zu denen hoch, die haben weniger Vorbildsfunktion. Kann man natürlich drüber streiten, ob das jetzt ein richtiges Vorbild ist oder nicht“, meint Tebbe.

Die Miss-Wahl sei für sie etwas anderes. Besonders freut sie sich auf den Community-Aspekt: „Ich erhoffe mir davon, für mich selber ganz viel Positivität mitzunehmen, und daran weiter wachsen zu können.“ Und das ist wirklich etwas ganz anderes als der Zickenkampf unter Heidi Klum.

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