Dortmunderin ist bei Obamas Amtseinführung dabei

DORTMUND Sie wird Barack Obama ganz nahe kommen, denn Anne-Sophie Fischer, ehemalige Schülerin des Mallinckrodt-Gymnasiums, hat den blauen Brief mit goldenem Siegel bekommen. Er enthält die Einladung zur Inauguration (feierliche Einführung) des amerikanischen Präsidenten.

von Von Dennis Werner

, 03.01.2009, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ja, und dann haben wir sofort die Flüge gebucht. Mir war von Anfang an klar, dass ich da hingehen werde.

Es gibt eine Tribüne direkt am Kapitol. Dort wird mir ein Platz zugewiesen werden. Ich denke nicht, dass das in der ersten Reihe sein wird, aber ich werde trotzdem sehr nahe dran sein.

Das ist noch ein Problem: Es muss schick sein, ein schwarzer Hosenanzug vielleicht, doch ich weiß noch nicht, welche Schuhe ich anziehen werde. Es hat zu der Veranstaltung auch schon mal Schneestürme gegeben...

Ich habe wirklich gehofft, dass es Barack werden würde. Ich wäre aber trotzdem hingefahren – schließlich ist das ein Jahrhundertereignis.

Er hat ja schon Charisma und mehr Ausstrahlung und Hintergrund als Präsident Bush. Er hat dem amerikanischen Traum verinnerlicht. Ich hoffe, dass er das Erlebte in seiner Politik umsetzen wird. Die Chance, dass Obama ein Hoffnungsträger ist, ist größer als bei McCain. Zum Beispiel will er sich ja um das Problem der Krankenversicherung in Amerika kümmern.

Das war schon so bei der Global Young Leaders Conference. Da gab es welche, die haben mich mit „Heil Hitler“ begrüßt. Das hat mich mehr als erschreckt. Da ist es gut, wenn solche Leute von einer Deutschen hören, dass sich hier einiges geändert hat.

Sehr wichtig. Man lernt ein Land nur kennen, wenn man dort auch mal gelebt hat. Ich versuche so viel wie möglich, über andere Menschen kennen zu lernen, mal hinter die Kulissen zu blicken...

Das stimmt. Es geht alles sehr sachlich zu. Wir werden auch einen Dresscode haben: Anzug und Kostüm sind festgeschrieben. Ich finde das aber nicht verkehrt, weil es die Atmosphäre prägt. Und schließlich ist es ein besonderes Ereignis.

Wir sind ja nicht nur zur Inauguration dort. Es gibt ein fünftägiges Programm. Wir treffen bekannte Leute wie Colin Powell, Lance Armstrong und Al Gore. Außerdem werden wir mit den Journalisten diskutieren können, die Obama während des Wahlkampfes begleitet haben. Das klingt alles sehr interessant.

Viele wollten erst nicht glauben, dass ich eingeladen bin. Denen musste ich erst den Brief zeigen. Auch die amerikanischen Freunde wundern sich, schließlich sind ja sie Amerikaner und würden gerne zur Vereidigung gehen.

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