Dortmunderin nimmt an virtuellen Spendenläufen teil - so funktioniert‘s

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Viele Veranstaltungen sind wegen der Pandemie abgesagt, darunter auch Volksläufe wie der Berlin-Marathon. Die Organisation „Crowdlauf“ bietet eine Alternative mit reichlich Abstand.

von Julien März

Dortmund

, 19.08.2020, 07:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Iris-Aya Laemmerhirt ist Dozentin an der TU Dortmund. Seit einiger Zeit läuft sie Mittel- und Langstreckenläufe und nimmt regelmäßig an Volksläufen und Wettkämpfen teil. Doch das Coronavirus macht auch Läuferinnen wie Laemmerhirt einen Strich durch die Rechnung. Also suchen sie Alternativen.

Eine Möglichkeit bietet die Organisation „Crowdlauf“, die einen mehrwöchigen Charity-Lauf namens „Heal The World“ organisiert. Laemmerhirts Laufpartner aus Duisburg, Stefan Koblenz, hat das Projekt zusammen mit Nora Biever organisiert, also ließ sie sich nicht zweimal bitten, an dem Lauf teilzunehmen. Die Dozentin hat schon bei mehreren Läufen mitgemacht, bei denen die Spendeneinnahmen an eine wohltätige Organisation fließen.

Stefan Koblenz organisiert den Charity-Lauf "Heal The World".

Stefan Koblenz organisiert den Charity-Lauf "Heal The World".

Meistens gebe es Sponsoren, die pro gelaufenem Kilometer einen bestimmten Betrag spenden. Bei „Heal The World“ läuft das etwas anders. Doch wie funktionieren eigentlich diese virtuellen Läufe?

Nach dem Lauf wird ein Nachweis hochgeladen

„Man kann sich kostenlos auf der Internetseite von Crowdlauf als neuer Nutzer registrieren. Danach kann man direkt loslegen“, erzählt Laemmerhirt. Nach einem persönlichen Lauf muss der Nutzer einen Screenshot von einer GPS- oder Fitness-App oder ein Foto von einem Fitnessarmband machen, dann online ein Formular ausfüllen und das Bild hochladen.

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Doch man muss nicht zwingend joggen, um bei Crowdlauf mitzumachen. Alternativ kann man auch Wandern, Gehen, Schwimmen oder Radfahren. Für jeden absolvierten Kilometer gibt es dann Punkte. Für das Laufen gibt es pro Kilometer vier Punkte, für das Radfahren einen Punkt und fürs Schwimmen sogar 27 Punkte.

Bei „Heal The World“ gibt es allerdings keinen Sponsor. Finanziert werden die Einnahmen durch Starterpakete, in denen Medaillen für die Läufer erhältlich sind.

Nora Biever aus Luxemburg ist ebenfalls an der Organisation des Charity-Laufs beteiligt.

Nora Biever aus Luxemburg ist ebenfalls an der Organisation des Charity-Laufs beteiligt. © Nora Biever

Für einen wohltätigen Zweck wird gespendet

Der Charity-Lauf „Heal The World“ will mit den Einnahmen den Verein „Action Medeor“ unterstützen. Auf der Internetseite von Crowdlauf heißt es dazu: „Als Notapotheke der Welt setzt sich Action Medeor dafür ein, dass medizinische Güter und Know-how in die Regionen der Erde gelangen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.“

Iris-Aya Laemmerhirt spricht dieses Projekt besonders an, da der Verein lokal ansässig sei, nämlich in Tönisvorst am Niederrhein, und sehr konkrete Pläne habe. Aktuell bringt der Verein Medikamente nach Beirut, erzählt Laemmerhirt.

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