Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Dortmunds ältestes Kino schließt zum Jahresende

Schauburg macht zu

Das Kino Schauburg in der Brückstraße ist das älteste Kino in Dortmund, es ist eines der ältesten Kinos Deutschlands, es ist eines der beliebtesten Kinos in der Stadt und in seiner jetzigen Form bald Geschichte - die Schauburg schließt zum 31. Dezember 2016 ihre Türen.

DORTMUND

, 13.12.2016 / Lesedauer: 3 min
Dortmunds ältestes Kino schließt zum Jahresende

Seit 1912 Kinostandort: die Brückstraße 66. Ob hier wieder ein Kinobetrieb laufen wird, war gestern noch nicht in Erfahrung zu bringen.

Wie Betreiberin Edith Pioch-Vogt auf Anfrage berichtete, war es letztlich eine Entscheidung des Hausbesitzers, die das kurzfristige Ende der Traditions-Spielstätte besiegelte. Man habe sich, so Edith Pioch Vogt, nicht auf einen weiterlaufenden Mietvertrag einigen können. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass das Kino in seiner jetzigen Form bis zum 31. Dezember komplett leergeräumt sein muss. Die elf Mitarbeiter wurden am vergangenen Samstag in einem Gespräch über das Aus der Schauburg informiert.

Betreiberin will weitermachen

Am Dienstagabend verschickten die Schauburg-Verantwortlichen eine Pressemitteilung, in der sie über die Schließung informierten. Beigefügt war dieser Mitteilung ein offener Brief' type='' href='https://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/44137-Dortmund~/Offener-Brief-Schauburg-Schliessung-Das-sagt-die-Betreiberin;art930,3174677 von Edith Pioch-Vogt, in der sie über das Ende des Kinos an dieser Stelle schreibt und versichert, aktuell in Verhandlungen über einen neuen Standort zu stehen. Wo der liegen könnte, war gestern nur grob zu erfahren. „Ich möchte in der Innenstadt bleiben und stehe in Verhandlungen“, sagte Edith Pioch-Vogt.

Sie hatte die Schauburg 2003 übernommen, das Kino versuchte sich im Spagat zwischen anspruchsvollen Filmen und Mainstream – laut der Betreiberin mit schwarzen Zahlen, „auch wenn es in den Sommermonaten Durststrecken gab“. 2011 verkaufte Edith Pioch-Vogt das Haus Brückstraße 66, blieb aber Mieterin – bis jetzt Verhandlungen über eine Verlängerung des Mietvertrags scheiterten. Zu Details will sich Edith Pioch-Vogt nicht äußern. Der Immobilienbesitzer, eine Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt, war am Dienstag nicht erreichbar, die für sie tätige, in Dortmund ansässige Immobilien-Verwaltungsfirma ebensowenig. 

Damit war am Dienstag noch nicht in Erfahrung zu bringen, was in der alten Schauburg geschehen wird: Edith Pioch-Vogt sagt, sie wisse es nicht. Gerüchten zufolge soll hier nach dem Ende der Schauburg erneut ein Kino aufmachen – ob und wann das sein könnte, blieb zunächst unklar.

Letzte Vorstellung am 26. Dezember

Wer jetzt noch in der alten Schauburg einen Film schauen möchte, hat damit maximal bis zum 26. Dezember Zeit – dann muss das gesamte Interieur hinaus – samt Projektoren und den rund 260 Kino-Sitzen.

Auf großes Bedauern stößt das Aus der Schauburg auch beim neuen städtischen Beauftragten für das Brückstraßen-Viertel, Christian Weyers. Er sieht das alte Kino als „Juwel“ an der unteren Brückstraße und will nun das Gespräch mit dem Eigentümer suchen. „Wir würden sehr darum kämpfen, dass das Kino erhalten bleibt – zur Not mit einem neuen Betreiber“, sagte Weyers. 

Schicken Sie uns Ihre Erinnerungen an die Schauburg:

Schauburg ist das beliebteste Kino der Stadt: 

Anfang des Jahres suchten wir das beliebteste Kino der Stadt. In einer nicht repräsentativen Umfrage setzte sich die Schauburg knapp durch: 

Dortmunds Kinos auf einen Blick:

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt