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Dortmunds Gymnasien müssen zusätzliche Klassen schaffen

rnSchulanmeldungen

Das Gymnasium bleibt weiter die bevorzugte Schulform der Dortmunder beim Wechsel auf eine weiterführende Schule. Aber auch der Trend zur Gesamtschule ist ungebrochen.

Dortmund

, 05.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Kinder, die im Sommer neu an einem Gymnasium eingeschult werden, haben erstmals wieder neun Jahre Zeit bis zum Abitur. Doch die Erwartung, dass damit die Gesamtschulen, von denen die meisten auch in den vergangenen Jahren bei G9 geblieben waren, an Reiz verlieren, hat sich nicht erfüllt.

Im Gegenteil: Mit 143 Kindern, denen der Wunsch nach einem Gesamtschul-Platz in Dortmund nicht erfüllt werden kann, ist der Überhang so hoch wie noch nie. 1312 Plätze stehen an den Dortmunder Gesamtschulen zur Verfügung. 1455 Anmeldungen gab es. Die Kinder, die eine Absage bekamen, hatten aber die Gelegenheit, sich noch für andere Schulformen zu entscheiden.

Zusätzliche Eingangsklassen an acht Schulen

Und da liegt das Gymnasium weiter vorn, wie Schuldezernentin Daniela Schneckenburger am Donnerstag bei der Bilanz zu den Schulanmeldungen berichtete. 1817 Anmeldungen dort können nur durch die Einrichtung neuer Eingangsklassen an insgesamt acht Gymnasien erfüllt werden.

Weitere fünfte Klassen entstehen am Bert-Brecht-, am Helene-Lange-, am Heisenberg-, am Goethe-, am Phoenix, am Max-Planck- und am Immanuel-Kant-Gymnasium sowie am Gymnasium Schweizer Allee. Am Stadtgymnasium und am Reinoldus-Schiller-Gymnasium gibt es jeweils eine Eingangsklasse weniger.

Mit 36 Prozent gibt die Stadt den Anteil der Gymnasiums-Anmeldungen an. Nicht mitgezählt sind dabei Anmeldungen von Dortmunder Schülern in Nachbarstädten sowie an privaten Schulen wie dem Mallinckrodt-Gymnasium und am Privatgymnasium Stadtkrone. Sie lassen den Anteil der Gymnasiasten noch weiter steigen. „Die Eltern streben weiterhin den höchstmöglichen Schulabschluss für ihre Kinder an“, stellt Daniela Schneckenburger fest.

Schulraum in Containern nötig

In Gesprächen mit der für das Personal zuständigen Bezirksregierung Arnsberg wurde sichergestellt, dass es für die zusätzlichen Klassen auch Lehrer und ausreichend Räume gibt. Für die Unterbringung ist die Stadt zuständig, die dafür schon frühzeitig die Weichen gestellt hat. So wird an fast allen Gymnasien mit zusätzlichen Klassen Schulraum in Containern geschaffen.

Die aktuellen Anmeldezahlen könnten zugleich die Diskussion um die Einrichtung einer weiteren Gesamtschule in Dortmund beleben. Denn die Zahl von 143 unversorgten Kindern entspricht mehr als einem neuen Jahrgang für eine Schule.

Diskussion über neue Gesamtschule

Die Frage ist, wo die Einrichtung einer neuen Gesamtschule Sinn macht. Hinweise darauf könnte eine Analyse zur örtlichen Verteilung der Anmeldungen für die Gesamtschule liefern, erklärt Daniela Schneckenburger.

Generell rechnen die Schulplaner auch für die nächsten Jahre mit steigenden Schülerzahlen. Daniela Schneckenburger: „Das ist Chance und Herausforderung zugleich.“

Für das Schuljahr 2019/20

Die Verteilung der Neuanmeldungen

  • Insgesamt wurden für das Schuljahr 2019/20 5053 Kinder neu für weiterführende Schulen in Dortmund angemeldet.
  • 1817 Anmeldungen entfallen auf Gymnasien (36 Prozent), 1312 (26 Prozent) auf Gesamtschulen, 1204 (23,8 Prozent) auf Realschulen und 245 (4,8 Prozent) auf Hauptschulen.
  • Für die Sekundarschule in Westerfilde wurden 50 Kinder angemeldet.
  • 425 Anmeldungen (8,4 Prozent) entfallen auf Schulen, die nicht in städtischer Trägerschaft sind. Dazu gehören etwa das Privatgymnasium Stadtkrone und das Mallinckrodt-Gymnasium.
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