Dortmunds Innenstadt bekommt neues Wohnviertel

Bremer Straße

180 Wohnungen, 12.000 Quadratmeter, 44 Millionen Euro Kosten: Das sind die Eckdaten des neuen "Hanseviertels", das bis 2017 im Gerichtsviertel entstehen soll. Es wird sogar dem Kreuzviertel Konkurrenz machen - meint zumindest der zuständige Architekt.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 01.11.2013, 00:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dortmunds Innenstadt bekommt neues Wohnviertel

So sollen die fünf Neubauten (Bildmitte) nach dem Entwurf des Büros Post und Welters aussehen.

auf einer größeren Karte anzeigen Bis zu 180 Wohnungen sollen auf dem 12.000 Quadratmeter großen Gelände entstehen – gewissermaßen als südlicher Abschluss des neuen Wohnquartiers auf dem ehemaligen Güterbahnhof Ost. Der Ratinger Projektentwickler und Bauträger Wilma will dafür rund 44 Millionen Euro investieren.

Für das „Hanseviertel“ hat das Dortmunder Architekturbüro Post und Welters keinen geschlossenen Bauriegel vorgesehen, sondern fünf Häuser mit jeweils fünf Etagen plus Staffelgeschoss, die sich zur Bremer Straße mit grünen Höfen öffnen. „Davon profitieren dann auch die Anwohner südlich der Bremer Straße“, erklärt Architekt Norbert Post. Denn die blicken bislang auf eine enge Straßenschlucht und einen weitgehend verlassenen abbruchreifen Gebäudekomplex. „Das ganze Viertel wird deutlich aufgewertet“, ist auch Wilma-Vorstand Stefan Welkner überzeugt.

Sein Unternehmen ist schon als Bauherr auf dem alten Güterbahnhof-Gelände aktiv. Und setzt weiter auf das zentrumsnahe Wohnquartier am Kaiserstraßen-Viertel. „Das ist durchaus mit dem Kreuzviertel vergleichbar. Die Lage ist supergut“, schwärmt Norbert Post, der mit seinem Büro selbst in dem Quartier Zuhause ist. Auf großen Beifall stößt das Bauvorhaben auch bei der Stadt. Es bestätigt den Trend, dass die Innenstadt als Wohnstandort wiederentdeckt wird, freut sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Die Planer haben sogar das allseits bekannte Parkplatz-Problem im Gerichtsviertel im Blick. 164 Stellplätze entstehen in einer Tiefgarage unter dem neuen Wohnkomplex, weitere 100 an einer neuen Zufahrtsstraße, die als Sackgasse nördlich des Areals angelegt wird. Gut die Hälfte davon steht für öffentliche Stellplätze zur Verfügung. Noch wird an den Details der Baupläne gefeilt. Bis Ende des Jahres soll der Bauantrag gestellt, Mitte 2014 der erste von vier Bauabschnitten in Angriff genommen werden. 2017 soll das „Hanseviertel“ dann komplett sein.

Mit der Vermarktung der rund 180 Wohnungen, die möglicherweise je zur Hälfte vermietet oder als Eigentumswohnungen verkauft werden, will Bauherr Wilma im Frühjahr 2014 starten. „Es wird auf jeden Fall Wohnformen für alle Generationen geben“, verspricht Architekt Norbert Post.

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