Dortmunds kaputtester Aufzug steht an der Hörder Brücke

rnBahnhof Hörde

Der Aufzug an der Hörder Brücke war seit Juni 2017 drei Mal kaputt. Die DSW 21 sieht „keine logische Erklärung“ für die wiederkehrenden Probleme.

Hörde

, 21.08.2018, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was stimmt nicht mit diesem Aufzug? Zwischen Hörder Brücke und Hörder Bahnhofstraße geht gerade mal wieder nichts mehr. Das ist die Zustandsbeschreibung des Aufzugs seit Juni 2017:

Kaputt.

Ein Jahr in Reparatur.

Heile.

Wieder kaputt,

Wieder heile.

Und jetzt: wieder kaputt.

Wie DSW-Nahverkehrsprecherin Britta Heydenbluth mitteilt, ist der Aufzug zwischen Brücke und Zugang zur U-Bahn-Haltestelle seit Freitagnachmittag außer Betrieb. Wegen einer Störung der „Fangvorrichtung“ habe es „ein weiteres massives Problem“ gegeben. Der Aufzug steckte mit mehreren Fahrgästen fest. „Es war keine gefährliche Situation. Aber sie ist Anlass, jetzt erst einmal ein Komplettgutachten für diesen Fahrstuhl zu erstellen“, sagt Britta Heydenbluth.

Der TÜV wird die gesamte Anlage unter die Lupe nehmen. „Das wird ein bisschen dauern“, sagt Britta Heydenbluth und bezeichnet die Lage als „sehr unglücklich“. Auch, wenn der barrierefreie Zugang zur U-Bahnstadion Bahnhof Hörde weiterhin gewährleistet sei. Es gibt rund 100 Meter weiter am Eingang auf dem Platz an der Schlanken Mathilde noch einen weiteren Lift. Für körperlich eingeschränkte Menschen, das ist auch DSW 21 klar, kann die vermeintlich kurze Strecke aber schon einen großen Aufwand bedeuten.

Viel frequentiert

Der knapp fünf Meter hohe Aufzugsschacht an der Brücke gehört deshalb zu den meist frequentierten in Hörde und in Dortmund insgesamt. Die wiederkehrenden Probleme – erst mit der Türautomatik, dann mit dem grundlegenden Mechanismus – erfordern laut DSW 21 jetzt eine Lösung. Der Hersteller aller Aufzüge an den Stadtbahnhaltestellen in Dortmund, die Firma Otis mit Sitz in Berlin, sei mit eingebunden, sagt Britta Heydenbluth. „Aber im Moment kann es sich niemand erklären.“ Durch seine Höhe sei der Aufzug zwar „ungewöhnlich“. Es gebe aber „keine logische Erklärung“ für die wiederkehrenden Probleme.

51 Aufzüge in Dortmund

Insgesamt gibt es in Dortmund 51 Aufzüge an den Haltestellen für die Stadtbahnen. Diese seien immer wieder mal durch normale Wartungen oder aber durch Vandalismus außer Betrieb, teilt der Nahverkehrsbetreiber mit. „Meistens ist das innerhalb kürzester Zeit erledigt“, sagt DSW-Sprecherin Britta Heydenbluth. Doch der Aufzug an der Hörder Brücke ist ein Sonderfall.

Generell steht das automatisierte Überwinden von Höhenunterschieden rund um den Bahnhof unter keinem guten Stern. Auch an der DB-Station im Hörder Bahnhof gab es lange Diskussionen über den Einbau von fehlenden Aufzügen – und nach dem Einbau Debatten über deren Sauberkeit. 

Lesen Sie jetzt