Dortmunds Partnerstadt Leeds: Hochwasser beschädigt 2400 Häuser

Starke Regenfälle

Das dramatische Hochwasser im Norden Englands hat schwere Schäden in Dortmunds Partnerstadt Leeds verursacht. Laut britischem Sender BBC standen am Sonntag im Zentrum mehr als 2000 Wohn- und 400 Geschäftshäuser unter Wasser, nachdem der Fluss Aire aufgrund lang anhaltender Regenfälle über die Ufer getreten war.

DORTMUND

, 28.12.2015, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Leeds liegt in einer recht engen Stelle des Aire-Tales. Am Einkaufszentrum Crown Point in der Leedser Innenstadt zeigt der Pegel des Flusses Aire sonst durchschnittlich 90 Zentimeter, nach Messungen der englischen Umweltagentur stand er in der Nacht zu Sonntag bei 2,95 Metern. Der letzte Hochwasserrekord wurde im Jahr 2007 mit 2,45 Metern gemessen.

Aufräumarbeiten haben begonnen

Am Montagmittag war der Wasserpegel wieder deutlich gesunken. Die Aufräumarbeiten konnten beginnen, und das in Teilen ausgefallene Stromnetz wurde wieder repariert. Doch die Meteorologen rechnen mit weiteren schweren Regenfällen in den überschwemmten Gebieten.

Wie beim Jahrhundertregen am 26. Juli 2008 in Dortmund, der vor allem im Westen Teile des Stadtgebiets überschwemmt hatte, setzte auch in Leeds gleich eine Diskussion um den Hochwasserschutz ein. 

Mehr Hochwasser gefordert

Angesichts der beträchtlichen Kosten, die die Zerstörungen durch das Hochwasser mit sich bringen werden, forderte die Vorsitzende des Leedser Stadtrates,  Judith Blake, in einer öffentlichen Erklärung umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen.

Schon in den vergangenen Jahren habe der Rat von Leeds immer wieder die konservative Regierung in London vor solch einer Katastrophe gewarnt, doch die Reaktion sei nur langsam und die Investitionen seien nicht ausreichend gewesen. Man werde nun auf weitere Maßnahmen drängen, so Blake: „Solch ein vermeidbares Desaster darf nie wieder passieren.“

 

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