Dortmunds Straßenlaternen leuchten bald intelligent

24-Millionen-Investition

Dortmund will sich künftig in ein besseres Licht setzen, wenn es dunkel wird. Die Straßenlaternen der Stadt sollen neue LED-Technik und eine intelligente Steuerung bekommen, etwa mit mitlaufendem Laternenlicht, Nachtabschaltung oder gedimmten Straßenzügen. 24 Millionen Euro lässt sich die Stadt das kosten. Doch die Investition soll sich lohnen - auch finanziell.

DORTMUND

, 15.09.2016 / Lesedauer: 2 min
Dortmunds Straßenlaternen leuchten bald intelligent

Straßenlaternen am Phoenix-See: Hier läuft bereits ein Pilotversuch mit einer intelligenten Lichtanlage - auch wenn diese momentan wegen Unzuverlässigkeit deaktiviert ist.

Aktuell erhellen 51.100 Straßenlaternen in Dortmund die Nacht. Die meisten davon sind in die Jahre gekommen. Die Lebensdauer der Leuchten beträgt in der Regel 30 Jahre, 9357 Leuchten sind bereits älter, über die Hälfte brennen auch schon länger als 20 Jahre. Bis zum Jahr 2023 wird auch jeder fünfte Laternenmast seine Lebensdauer von 50 Jahren überschritten haben.

„In den letzten Jahren wurde zu wenig getan an Unterhaltung und Erneuerung“, sagt Baudezernent Martin Lürver zum Investitionsstau. „So kann das nicht weitergehen.“ Die Stadt hat Ende April Betrieb, Instandhaltung und Erneuerung der Straßenbeleuchtung zum 1. 1. 2017 europaweit ausgeschrieben. Für acht Jahre (mit Verlängerungsoption). Bis 2023 sollen 24 600 Leuchten und 10 500 Masten erneuert sein.

Modellprojekt am Phoenix-See ist derzeit abgeschaltet

Seit 1954 betreibt DEW21, (damals noch VEW) die Straßenbeleuchtung im Auftrag der Stadt – und wird es auch weiterhin tun. Im Konsortium mit der SAG GmbH konnte sich DEW bei der Ausschreibung gegen vier Konkurrenten durchsetzen, darunter einer aus Spanien.

Eine der ersten Aufgaben des Konsortiums werde sein, ein innovatives Betriebskonzept zu erstellen, mit dem sich jede einzelne Leuchte über Technik ansteuern und gezielt anschalten lasse so Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl. Jede angeschlossene Leuchte wird dann auch selbst melden, wenn sie kaputt ist.  Pilotprojekte wie das zurzeit deaktivierte Mitlauflicht am Phoenix-See  werden dazugehören.

Erneuerung kostet 24 Millionen Euro

Das kostet erst mal Geld, rund drei Millionen Euro pro Jahr, 24 Millionen bis 2023. Doch das Straßenlicht wird mit dieser Investition nicht nur besser, sondern auch billiger. Zur hellen Freude von Kämmerer Jörg Stüdemann wird die Unterhaltung der Laternen statt bisher 4,5 Millionen nur noch 3,5 Millionen Euro im Jahr kosten und damit den Haushalt strukturell entlasten; denn der Energieverbrauch wird sich halbieren, die Wartungsbedürftigkeit sinken.

In den ersten Jahren würden vor allem die alten Leuchten ausgewechselt, kündigt Sylvia Uehlendahl an: „Das bringt uns schnell in die Energieersparnis.“ 

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