Drastischer Anstieg bei Taschendiebstählen in Dortmund

Polizei warnt in Sonder-Aktion

Sie greifen blitzschnell in dichtem Gedränge zu und erbeuten neben Bargeld aus dem Portemonnaie auch die Identität der Opfer, wenn ein Smartphone zur Beute gehört: Taschendiebe treiben aktuell in Dortmund verstärkt ihr Unwesen. Ein drastischer Anstieg der Fallzahlen alarmiert die Polizei. Eine Kampagne soll die Bürger sensibilisieren.

DORTMUND

, 29.09.2014, 11:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis zum 3. Oktober 2014 klärt die Polizei in ganz Nordrhein-Westfalen die Bürger über die Arbeit der Täter auf und gibt Tipps, wie Bürger erst gar nicht zu Opfern werden - indem sie Bargeld und andere Wertgegenstände so aufbewahren, dass die geschickten Diebe nicht "durchgreifen" können."Unterwegs sind die Taschendiebe am Hauptbahnhof, in der U-Bahn, in den Fußgängerzonen, in Geschäften und auch während der An- und Abreise vor und nach Fußballspielen im Stadion", berichtet Polizeisprecher Kim Freigang über die "Arbeitsplätze" der Taschendiebe.

Die Gefahr lauere überall dort, "wo dichtes Gedränge herrscht" - die Diebe können verdeckt arbeiten und schnell unerkannt entkommen. Deshalb gilt: "Augen auf und Tasche zu" - mit dieser Schlagzeile arbeitet die Dortmunder Polizei in dieser Woche. Polizisten sind in der Dortmunder Innenstadt und in Lünen unterwegs und sprechen die Bürger an.  Die meisten Täter stammen aus Südosteuropa und Nordafrika. "Die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse können diese Straftaten erklären, sind aber keine Rechtfertigung", berichtet Polizeioberkommisssar Kim Freigang. Er stellt klar: "Es sind einzelne Täter, die das machen. Sie bringen die Mehrheit der hier ganz normal lebenden Zuwanderer in Misskredit.“ Die Polizei erkennt Bandenstrukturen. Laut Freigang würden die Diebe nicht nur in die eigene Tasche wirtschaften: "Manche arbeiten nicht nur auf eigene Rechnung - sie müssen die Beute wieder abgeben." 

Die Folgen eines Diebstahl sind mit Ärger verbunden und kostspielig. Die Opfer müssen Führerschein, Fahrzeugschein, Personalausweis und Fahrausweis neu beschaffen und ein neues Portmonee kaufen - schnell sind mindestens 150 Euro zusammen. Auch der Verlust eines Mobiltelefons kann unangenehm sein. Kim Freigang: Private Nachrichten oder auch Fotos, wichtige geschäftliche E-Mails mit vertraulichen Daten - wir reden hier auch von einem Diebstahl der Identität."

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