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Dreck, Grills, Lärm - Sicherheitsdienst soll im Westpark für Ordnung sorgen

rnParkordnung für Westpark

Nach langen Diskussionen will die Stadt mehr Ordnung im Westpark durchsetzen: Eine Parkordnung tritt in Kraft, ein Sicherheitsdienst soll sie durchsetzen. Die Regeln sind streng.

Dortmund

, 01.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein Paradies für Grill- und Partyfans ist der Westpark an warmen Tagen für viele Dortmunder. Zum Leidwesen der Anwohner, die sich über Dreck, rauchende Grills und Lärm bis tief in die Nacht beklagen. Die Auswüchse des Westpark-Treibens will die Stadt jetzt eindämmen - mit einer Parkordnung, die für das sommerliche Vergnügen klare Grenzen setzt.

Im vergangenen Herbst war ein erster Entwurf bereits bei einer Sitzung des Runden Tisches Westpark und in der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt-West beraten worden.

Der Rat entscheidet

Mit deren Anregungen ist nun eine neue Version entstanden, die der Rat der Stadt am 23. Mai verabschieden soll. Unmittelbar danach soll die Parkordnung „Anwendung finden“, wie es in der Vorlage der Verwaltung heißt.

„Wir bitten Sie, andere Besucherinnen und Besucher des Parks und die angrenzende Wohnnachbarschaft nicht zu behindern, zu belästigen oder zu gefährden“, heißt es in der Parkordnung. Sie wird auf Schildern im Park nachzulesen sein.

Die wichtigsten Regelungen lauten:

  • Blumen- und Staudenpflanzungen dürfen im Gegensatz zum Rasen nicht betreten werden.
  • Öffentliches Urinieren ist verboten.
  • Hunde sind an der Leine zu führen
  • Die Grillzeit endet um 22 Uhr, Einweggrills sind nicht erlaubt.
  • Die Nutzung elektronischer Geräte mit lauter Musik ist nicht erlaubt.
  • Neu ist die Regel, dass außer die Nutzung von Autos auch das Fahrradfahren im Park nicht mehr erlaubt sein soll.

Damit all das auch eingehalten wird, will die Stadt auch einen Sicherheitsdienst als Parkaufsicht einsetzen. Er soll von Anfang Mai bis Ende September eingesetzt werden - ausdrücklich auch in den kritischen Abendstunden und an Wochenenden.

Parkaufsicht mit Doppelstreifen

Vorgesehen sind laut Vorlage der Verwaltung zwei Doppelstreifen. „Zu Anfang und zur Einführung der Parkordnung ist für einen Zeitraum von zwei Wochen eine verstärkte Präsenz von acht Personen an den Wochenenden von freitags bis sonntags vorgesehen“, heißt es.

Wann die Parkaufsicht tatsächlich startet, ist noch offen. Nach dem Ratsbeschluss soll die Aufgabe ausgeschrieben und der Auftrag dann „zeitnah“ an eine Sicherheitsdienst-Firma vergeben werden, teilt die Verwaltung auf Nachfrage mit.

Auch wie weit die Kompetenzen des Sicherheitsdienstes gehen, wird in der Vorlage der Verwaltung nicht näher ausgeführt. Im Zweifelsfall muss wohl die Polizei helfen. Bei „Zuwiderhandlung“ gegen die Parkordnung „können auch Ordnungskräfte eingeschaltet werden“, heißt es dazu.

Die Kosten für die Parkaufsicht werden auf 100.000 Euro pro Jahr beziffert.

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