Drei Tönnies-Beschäftigte aus Dortmund in Quarantäne

Corona-Ausbruch in Gütersloh

Nach dem riesigen Corona-Ausbruch bei Tönnies kontrollierte das Gesundheitsamt alle Dortmunder, die in der Fleischfabrik gearbeitet haben. Drei von ihnen sind aktuell in Quarantäne.

Dortmund

, 26.06.2020, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück- elf Dortmunder arbeiteten zuletzt im Schlachtbetrieb.

Die Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück – elf Dortmunder arbeiteten zuletzt im Schlachtbetrieb. © picture alliance / dpa

Die Zahlen sind beängstigend: Mehr als 1500 Menschen haben sich in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück mit dem Coronavirus angesteckt. Laut übereinstimmender Medienberichte haben Bund und Länder am Freitag ein bundesweites Beherbergungsverbot für Menschen aus den betroffenen Kreisen ausgesprochen, aus Angst vor einer Ausweitung des Ausbruchs. Menschen, die ihre geplante Reise dennoch antreten wollen, müssen einen negativen Corona-Test vorweisen.

Insofern verwundert es nicht, dass auch die Stadt Dortmund den Kontakt suchte mit jenen Dortmundern, die für Tönnies direkt oder einen seiner Subunternehmer gearbeitet haben. Nach umfangreichen Recherchen gab Krisenstab-Leiterin Birgit Zoerner am Dienstag bekannt, dass man elf Menschen gefunden habe, die in dieses Schema passten. Damals fehlten aber noch die Ergebnisse einiger Corona-Tests.

Am Freitagnachmittag (26.6.) meldete die Stadt schließlich, dass es unter den Tönnies-Beschäftigten aus Dortmund keine Infektionsfälle gebe. Trotzdem seien drei von ihnen „noch in Quarantäne und werden bis zum Ende ihrer Quarantänezeit vom Gesundheitsamt begleitet“.

Aus welchen Gründen sie noch in Quarantäne bleiben müssen, war am späten Freitagnachmittag nicht bekannt. Eine entsprechende Anfrage unserer Redaktion bei der Stadt läuft.

Nachtrag: Am Montag hat die Stadt auf die Anfrage geantwortet. „Alle am Standort Gütersloh eingesetzten Mitarbeitenden der Firma Tönnies inklusive der Subunternehmen haben eine Quarantäne-Anordnung vom Kreis Gütersloh erhalten“, schreibt das Gesundheitsamt. „Diese gilt auch bei negativem Testergebnis für die gesamte Dauer der angeordneten Quarantäne (14 Tage) fort, damit die Infektionsketten sicher durchbrochen werden.“

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