Dortmunds Nashörnchen Willi, hier mit seiner Mutter Shakina, kommt in einer WDR-Doku groß raus. © Oliver Schaper (Archiv)
WDR-Doku

Dribbelndes Zoo-Nashörnchen Willi wird Fernseh-Star

Willi, der kleine, kompakte Star des Dortmunder Zoos, ist in Kürze im Fernsehen zu sehen. Das inzwischen gut ein Jahr alte Nashorn ist einer der Höhepunkte in einer neuen Doku-Reihe des WDR.

Der erste Plumps von Dortmunds Zoo-Star Willi aus Mutter Shakina auf diese Erde wurde von einer Nachtsichtkamera im Nashorn-Stall gefilmt. Die Zuschauer sind hautnah dabei, wenn das Leben des Nashörnchens beginnt, das inzwischen schon recht kompakt und 14 Monate alt ist.

Willi ist eines der Tiere, die in der neuen, dreiteiligen WDR-Doku-Serie „Die wilden 12 – Unsere Zoos im Westen“ groß rauskommen. Aus Dortmund sind neben Willi noch die kleinen roten Pandas und die Ameisenbären zu sehen.

Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele Tiergärten geballt in einer Region wie in Nordrhein-Westfalen. Zwischen Aachen und Münster arbeiten zwölf Zoos eng zusammen, darunter auch der Dortmunder Zoo mit seinen knapp 200 Tierarten.

Konzentration auf das Verhalten der Zootiere

Die Zoos orientieren sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen, wollen ihren Schützlingen ein tiergerechtes Leben ermöglichen und setzen sich für den Erhalt bedrohter Arten ein. Diese Bemühungen rückt der WDR mit der aufwändigen Dokumentationsreihe ins Rampenlicht. Anders als in Doku-Soaps konzentriert sich der Film aber ausschließlich auf das Verhalten der Zootiere.

In der ersten Folge geht es um die tollpatschigen, wilden und kuschelnden Tierkinder in Dortmund, Münster, Hamm und Rheine. Die Kamera war auch dabei, als Willi als kompaktes Einzelkind seine Artgenossen kurz nach seiner Geburt rüde zum Spiel auffordert, einen Stein wie einen Fußball vor sich her dribbelt, aber auch zärtlich mit seiner Mutter Shakina schmust.

Auch sehenswert: Ein kleiner Ameisenbär im Dortmunder Zoo klammerte sich monatelang eisern am Rücken seiner Mutter fest, um bloß nicht baden zu gehen.

Nachwuchs sichert die Zukunft des Tierbestands

Nachwuchs ist für Zoos besonders wichtig, denn er sichert die Zukunft des Tierbestands. Langjährige Erfahrung und moderne Haltungsbedingungen ermöglichen den Tiergärtnern zunehmend häufiger, viele Arten vor dem Aussterben zu bewahren.

Heutzutage bieten Zoos ihren Tieren mehr Platz, mehr Ruhezonen und eine artgerechtere Ausstattung der Gehege als noch vor Jahrzehnten. Die Tiergärten sind stille Genreserven für bedrohte Arten in der Wildnis. Sie sind zunehmend in der Lage, Tiere für Auswilderungen zur Verfügung zu stellen. Forschungsergebnisse aus der Natur fließen in die Gestaltung der Gehege ein.

Die Doku zeigt ungewohnte Perspektiven und hautnahe Bilder. Wie in einem hochwertigen Naturfilm erhält der Zuschauer faszinierende und unbekannte Einblicke in Kinderstuben und das Familienleben der Tiere. Die Geschichten sind witzig, unterhaltsam, überraschend und in dieser Form neuartig.

Teil 1 mit dem Dortmunder Zoo wird im WDR-Fernsehen am 16. März (Dienstag) um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle

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