Dringende Warnung der Polizei: Betrüger geben sich massenhaft als Polizisten aus

Betrug übers Telefon

Viele besorgte Dortmunder haben sich in dieser Woche bei der Polizei gemeldet. In Dutzenden Fällen gaben sich Telefon-Betrüger als Polizisten aus. Die echten Ermittler geben wichtige Tipps.

Dortmund

24.03.2020, 20:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Häufig werden ältere Personen Opfer von Telefon-Betrügern, die an das Ersparte der Bürger wollen.

Häufig werden ältere Personen Opfer von Telefon-Betrügern, die an das Ersparte der Bürger wollen. © Archiv

„Bislang haben die Betroffenen genau richtig gehandelt“, teilt die Polizei am Dienstagabend mit: „Sie sind nicht auf die Fragen der Anrufer eingegangen und haben das Telefonat schnell beendet.“ Mehr als 40-mal hatten sich Betrüger alleine am Dienstag (24.3.) telefonisch als Polizisten ausgegeben.

Die Behörde appelliert: „Bitte nehmen Sie die folgenden Verhaltenstipps ernst und tragen Sie sie weiter an Verwandte, Bekannte, Nachbarn und an ältere Menschen in Ihrem Umfeld.“

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Wichtig sei in erster Linie, dass die Polizei nie Bürger anruft und nach Wertsachen

fragt. Sie werde zudem nie - wie es häufig bei dieser Masche geschieht - über Tel. 110 anrufen. Die echten Ermittler raten: „Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre

finanziellen oder persönlichen Verhältnisse.“

Vier Fragen gebe es, die Bürger bei verdächtigen Anrufen stellen können. Wird nur eine mit „Ja“ beantwortet, ist Skepsis angebracht und man sollte auflegen:

  • Werden Sie am Telefon nach Geld gefragt?
  • Oder nach Wertsachen?
  • Werden Sie zur Verschwiegenheit aufgefordert?
  • Sollen Sie mit der 110 verbunden werden?

Allgemein gelte: „Übergeben Sie Ihr Geld niemals an unbekannte Personen.“ Ist jemand unsicher, ob echte Polizeibeamte vor ihnen stehen oder anrufen, sollen Bürger die Behörde unter 110 anrufen. „Die Kollegen der Leitstelle können herausfinden, ob an Ihrer Anschrift Ermittlungen laufen“, so die offizielle Mitteilung.

Die Polizei warnt weiter: „Lassen Sie sich von dem Anrufer nicht mit der 110 oder

angeblichen Kollegen verbinden, drücken Sie nicht die Rückruftaste. Legen Sie auf und wählen Sie selbst die 110.“ Auch ein Anruf bei der Polizei, ob dort ein „Herr XY“ arbeitet, reicht nicht: „Fragen Sie über den Notruf konkret nach einem Einsatz oder Ermittlungen an Ihrer Adresse.“

Betroffene sollen immer die Polizei anrufen

Betroffene sollen sich auf jeden Fall an die Polizei wenden, wenn sie einen

verdächtigen Anruf erhalten haben: „Egal, ob Sie den Betrug erkannt

und aufgelegt haben oder schlimmstenfalls Opfer geworden sind.“ Häufig seien ältere Menschen die Zielscheibe von Trickbetrügern.

Deshalb ist der Polizei besonders wichtig, dass alle Bürger die Senioren in ihrem Umfeld informieren und mit ihnen über die Maschen der Betrüger sprechen. Die „jüngere Generation“ könne Verwandte oder Bekannte auch mit praktischen Maßnahmen unterstützen.

„Helfen kann zum Beispiel das Löschen des Telefonbucheintrags“, so die Polizei. Oft suchen die Täter noch immer über Vornamen nach potenziell älteren Menschen. Auch gute Nachbarn können laut Polizei Gold wert sein: „Tauschen Sie Erreichbarkeiten mit älteren Nachbarn aus, halten Sie Kontakt, seien Sie aufmerksam.“

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