Dschungelcamp: So reagiert das Netz auf die Dortmund-Lästereien der Moderatoren

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Die Dschungelcamp-Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich lästern über Dortmund - und das Netz steht Kopf. Die Reaktionen auf die Witze vor Millionenpublikum sind sehr unterschiedlich.

Dortmund

, 15.01.2020, 14:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im RTL-Dschungelcamp, einer TV-Sendung, die eigentlich niemand einschaltet, die aber in Wirklichkeit bis zu fünf Millionen Menschen sehen, geht es am 13. Januar (Montag) 20 Sekunden lang um Dortmund.

Sonja Zietlow und Daniel Hartwich machen den Entschärfungssonntag und Dortmund allgemein zum Thema einer Anmoderation. „Die Armen, die da leben müssen“, „Auch, wenn es an manchen Stellen so aussieht: Die Bomben sind nicht hochgegangen“ und ein paar weitere Flachheiten, dazu eine falsche Einwohnerzahl von 580.000, dann geht die Sendung schon weiter.

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Aufregung auf dem „Second Screen“ - Dortmunder verteidigen ihre Stadt

Das reicht heute schon, um ein wenig Aufregung auf dem „Second Screen“ im Internet auszulösen. Denn der Dortmunder lässt nicht gern über sich lästern. Das hat sich gezeigt, als im April 2019 die große Debatte über das Dortmund-Bild im WDR-Tatort losbrach. Und das zeigt sich auch jetzt.

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Der Ton vieler Facebook-Kommentatoren: gereizt. „Wir wohnen gääärne hier“, schreiben die einen in gespieltem Ruhrpott-Dialekt. „Deine Füße können Dortmund verlassen, aber niemals dein Herz“, schreibt ein anderer voller Lokalpatriotismus.

Ein Kommentator will Moderator Daniel Hartwich „beim nächsten Mal nicht in Dortmund reinlassen“. Ein anderer scherzt: „Ich bin Dortmunder, lasst mich hier raus“.

Viele stimmen zu, dass es in Dortmund nicht schön ist

Andere Kommentatoren stimmen indes der Aussage zu, dass es Dortmund an einigen Ecken sinngemäß aussehe, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Was wiederum andere „geschmacklos“ finden. Gerade angesichts des gerade erst überstandenen Kraftakts mit der Entschärfung von zwei Blindgängern und der Evakuierung von über 13.000 Menschen.

Und dann sind da natürlich jene, die solchen TV-Trash natürlich inhaltlich ablehnen und alle, die es schauen, für dumm halten, aber trotzdem einen Facebook-Kommentar da lassen.

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Ist am Ende die ganze Sendung „geschmacklos“? Vielleicht, aber das steht hier nicht zur Debatte. „Trash“ bedeutet Abfall - und ist mittlerweile eine eigene Unterhaltungsform.

Wird es Zeit für den nächsten Friedensgipfel in Köln?

Autor vieler Dschungelcamp-Moderationen ist seit Jahren Micky Beisenherz - ein glühender BVB-Fan, der aus dem Ruhrgebiet stammt und Dortmund kennt. Man könnte auch sagen: Die „Aufregung“ war gut kalkuliert am Tag, nachdem Dortmund mit der großen Entschärfung in allen Nachrichtensendungen war.

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Und jetzt? Brauchen wir den nächsten Friedensgipfel in Köln, diesmal in der RTL-Zentrale am Picassoplatz? Die Stadt Dortmund ist jedenfalls stets, siehe Tatort, um ihr gutes Image bemüht. Auf eine Anfrage heißt es aus der städtischen Pressestelle: „Die Stadt Dortmund kommentiert die Aussagen nicht.“

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