DSW 21-Konzern: 56,2 Millionen Euro Verlust

Geschäftsbericht

Dienstagnachmittag tagte der Aufsichtsrat - seitdem ist der Geschäftsbericht von DSW 21 (Dortmunder Stadtwerke) im Internet zu lesen. Darin steht: 2014 hat der Konzern mit seinen Töchtern und Beteiligungen 56,2 Millionen Euro Verlust gemacht. Was noch in dem Bericht steht? Das lesen Sie hier.

DORTMUND

, 24.06.2015, 17:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
DSW 21-Konzern: 56,2 Millionen Euro Verlust

DSW21-Chef Guntram Pehlke.

Im März hatte das Einzelunternehmen DSW 21 schon seinen vorläufigen Bilanzgewinn von 5,5 Millionen Euro mitgeteilt. Daran hat sich nichts verändert, ebenso wenig am bereits bekannten Minus im Verkehrsbereich (-53 Millionen Euro). Sondereffekte halfen zum Plus im Einzelabschluss von DSW: Erstens zahlte die RWE AG, die an der DSW-Tochter DEW 21 beteiligt ist, 19,8 Millionen Euro, um die Befristung der Beteiligung aufzuheben. Zweitens verbesserte sich das DSW-Ergebnis, weil in der Bilanz der Tochter DEW „aktive latente Steuern“ (59,5 Millionen Euro) aufgelöst wurden. DSW konnte bei sich eine Rückstellung in gleicher Höhe auflösen.

Negative Veränderung

Nun zum Konzernergebnis, das 2014 deutlich schlechter ausfiel als 2013. Da schloss der DSW-Konzern noch mit einem Plus von 18 Millionen Euro ab. Die negative Veränderung zwischen 2013 und 2014 „entfällt mit -52 Millionen Euro auf das Betriebsergebnis, mit -51 Millionen Euro auf das Finanz- und Beteiligungsergebnis“, steht im Geschäftsbericht.

Die negative Entwicklung beim Betriebsergebnis hänge vor allem mit höheren Rückstellungen für Pensionen zusammen (49,4 Millionen Euro) aufgrund der niedrigen Zinsen zusammen. Und eine weitere Rückstellung in Höhe von 12,9 Millionen Euro belastete DSW 2014: Sie wurde gebildet, da das Unternehmen in den kommenden Jahren Stellen abbauen will, indem Mitarbeiter früher in Ruhestand gehen.

-31,4 Millionen Euro

Der hohe Rückgang des Finanz- und Beteiligungsergebnisses gehe mit -31,4 Millionen Euro unter anderem auf den DSW-Anteil am Konzernverlust der KSBG zurück. Über die so abgekürzte kommunale Beteiligungsgesellschaft ist DSW – wie auch DEW – mit 18 Prozent am Stromerzeuger Steag beteiligt.

Schon im März sprach DSW-Vorstandsvorsitzender Guntram Pehlke von 2015 und 2016 als „heftigen Jahren“. Für eine Prognose des Ergebnis für 2015 sei es aber aktuell noch zu früh, sagte gestern auf Anfrage DSW-Sprecher Wolfgang Herbrand. 

Lesen Sie jetzt