DSW nehmen zu viel Geld fürs Sozialticket

Vorwürfe von den Grünen

DORTMUND Die Grüne starten eine neue Runde im Streit um das Sozialticket – und zweifeln einmal mehr die von den Stadtwerken (DSW 21) abgerechneten Kosten an.

von Von Oliver Volmerich

, 12.03.2010, 06:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mario Krüger, OB-Kandidat der Grünen.

Mario Krüger, OB-Kandidat der Grünen.

Die Ergebnisse stünden „in eklatantem Widerspruch zu den DSW-Angaben, monieren die Grünen. So stünden für 2008 Verlusten von rund 6 Mio. Euro Mehreinnahmen durch das Sozialticket von 2,95 Mio. Euro gegenüber. Rechne man die Verluste von 2009 dazu, beliefen sich die Mindereinnahmen der DSW in beiden Jahren auf insgesamt 6 Mio. Euro – gegenüber 12,5 Mio. Euro an Erstattung durch die Stadt. Unter dem Stich hätten die DSW so einen Überschuss von 6 Mio. Euro zu Lasten des maroden städtischen Haushalts erzielt, meint Grünen-Fraktionssprecher Mario Krüger. Geld, das Kämmerer Jörg Stüdemann nun zurückfordern soll. Finanziert werden könnte damit eine kostengünstige Interimslösung bis zur Einführung eines VRR-Sozialtickets ab 2011.

Die DSW-Spitze weist die Vorwürfe zurück – ohne Details zu den Zahlen zu nennen. Der Vorwurf Krügers soll nach Einschätzung von Vorstandschef Guntram Pehlke vernebeln, dass das von CDU und Grünen im VRR vereinbarte Sozialticket nicht haltbar sei. So sieht es auch die SPD-Ratsfraktion. Sie spricht von einem „Ablenkungsmanöver, um von den undurchdachten Vorschlägen der Grünen im VRR abzulenken“. Wie berichtet haben CDU und Grüne die Einführung des VRR-Sozialtickets um fünf Monate verschoben, weil zuvor eine Marktanalyse stattfinden soll.

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