DSW21-Tochter Dogewo baut öffentlich geförderte Wohnungen an der Deggingstraße

rnWohnungsbau-Pläne

Auf dem DSW-Gelände in der Dortmunder Innenstadt sollen öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Die Dogewo will womöglich sogar mehr Wohnungen bauen, als die Mindestquote vorschreibt.

Dortmund

, 10.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Im Wohngebiet, das an der Deggingstraße entstehen soll, gibt es gute Aussichten auf öffentlich gefördertes Wohnen. DSW21 will einen Teil der Fläche an Tochter Dogewo übertragen.

Die Bodenaufbereitung, bei der zahlreiche Bombenblindgänger aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs aufgespürt und entschärft worden waren, ist fast abgeschlossen. Inzwischen wird die Landschaft aus Erdhügeln auf dem früheren Betriebshof-Gelände der Stadtwerke (DSW21) an der Deggingstraße wieder eingeebnet.

In einigen Jahren soll hier ein neues Wohngebiet entstehen. Und daran will Noch-Grundstückseigentümer DSW mit ihrer Wohnungstochter Dogewo21 selbst aktiv mitwirken. Ein Teil der Fläche soll konzernintern an die Dogewo übertragen werden, kündigt DSW-Finanzchef Jörg Jacoby an.

Platz für 200 Wohnungen

Vorgesehen ist, etwa ein Drittel des Areals für das städtische Wohnungsunternehmen zu reservieren. Dort wäre dann nach ersten Schätzungen Platz für etwa 200 Wohneinheiten.

Dogewo-Chef Klaus Graniki hatte zuletzt immer wieder den Willen bekundet, mit Neubauten gegen die wachsende Wohnungsnot aktiv zu werden, aber zugleich beklagt, dass der Mangel an eigenen Grundstücken beziehungsweise die Preise für neue Grundstücke Investitionen vor allem im öffentlich geförderten Wohnungsbau erschweren.

Die konzerninterne Übertragung einer Fläche an der Deggingstraße hilft - ähnlich wie zuvor bei einem Dogewo-Projekt am Rande des Phoenix-Sees in Hörde - aus dem Dilemma.

Hoffnung auf öffentliche Förderung

Und das wäre ganz im Sinne der Stadt, die auf mehr öffentlichen geförderten Wohnungsbau hofft. Für neue Baugebiete gilt eine Mindestquote von 25 Prozent.

Beim Engagement von Dogewo könnte die Quote womöglich noch höher liegen. Graniki will das zumindest nicht ausschließen.

Letztlich hänge das von den Förderbedingungen ab und vom Konzept für das neue Wohngebiet, erklärte der Dogewo-Geschäftsführer auf Anfrage. Er könne sich vorstellen, an dieser Stelle in bester Innenstadtlage ein besonderes Konzept mit besonderen Angeboten für Senioren und Familien zu realisieren - zwei Gruppen, die es derzeit auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer haben.

Bebauungsplan ist noch in Arbeit

Bis das Konzept steht und umgesetzt wird, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Denn noch fehlt der Bebauungsplan für das neue Wohngebiet. Hier ist es insbesondere durch Lärmschutzfragen wegen der Nähe zum Großmarkt zu Verzögerungen gekommen.

Mit einem endgültigen Beschluss des Bebauungsplans ist nicht vor Frühjahr 2020 zu rechnen, schätzt Silke Seidel, Immobilien-Entwicklerin bei DSW21. Danach könne dann die Erschließung des Areals in Angriff genommen werden. Der Bau der ersten Wohnhäuser wäre demnach erst ab 2021 zu erwarten.

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