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DSW21 will über 20 Millionen Euro investieren – Das kommt auf Fahrgäste zu

rnBus und Bahn

Die Infrastruktur der Stadtbahn muss erneuert werden. Für DSW21 fallen dafür Millionen an. Bauarbeiten an Gleisen und Stationen werden auch Auswirkungen auf den Fahrplan haben.

Dortmund

, 17.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein großer Teil der Stadtbahn-Infrastruktur ist in die Jahre gekommen. Kein Wunder: „Über Jahrzehnte wurden nur Neu- und Ausbauten gefördert, nicht aber Ersatz und Erneuerung“, so DSW21-Verkehrsvorstand Hubert Jung. In diesem Jahr werden rund 20 Millionen Euro in Infrastruktur von Bus und Bahn investiert – und das werden die Dortmunder auch merken.

Zum Beispiel an der Haltestelle Stadtgarten. Dort soll eine Glaswand zwischen dem Bahnsteig und dem nach hinten versetzten Teil mit Rolltreppen eingezogen werden. Das sei aus Brandschutzgründen nötig. Türen in diesen Glaswänden würden sich im Falle eines Brandes schließen, um so zu verhindern, dass sich Rauch in der ganzen Station ausweitet. In Fluchtrichtung können sie natürlich weiter von Menschen aufgedrückt werden. In diesem Jahr wird ein Konzept erstellt, Bauarbeiten könnten dann im kommenden Jahr beginnen.

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Am Clarenberg und an der Markgrafenstraße laufen bereits die Arbeiten an neuen Rolltreppen. In der Station am Westfalenpark sollen voraussichtlich im September zwei Rolltreppen ernuert werden. Für insgesamt fünf Rolltreppen investiert DSW21 in diesem Jahr rund 1,7 Millionen Euro. Im kommenden Jahr stehen dann alle Rolltreppen am Knotenpunkt an der Reinoldikirche an. Von den Bauarbeiten werden Fahrgäste wohl etwas mitbekommen, es gebe aber alternative Zugänge zu den Bahnsteigen, so DSW21.

Gedämpfte Gleise für die U43-Strecke

Entlang der Strecke der U43 (zwischen Westentor und Wickede) sollen streckenweise die Gleise erneuert werden. Zwischen dem 13.7. und 23.8., also in den Sommerferien, werden in Wambel 750 Meter Gleise erneuert. Dafür wird ein Schienenersatzverkehr zwischen Am Zehnthof (Körne) und Endstelle Wickede nötig.

In Abschnitten, wo Wohnhäuser nah an der Strecke liegen, will DSW21 Gleise verbauen, die auf einer Federung gelagert sind. So können Schwingungen nicht über den Boden auf die Häuser übertragen werden.

Eine große Investition wird im kommenden Jahr zu Buche schlagen: Dann soll ein Teil des für die Linien U42 und U46 zuständigen Stellwerks an der Reinoldikirche erneuert werden. Rund 30 Millionen kostet das Vorhaben. Bisher sei geplant, die Arbeiten im laufenden Betrieb, also ohne Auswirkungen auf den Fahrplan, zu erledigen.

Einheitliche App für alle Verkehrsmittel

Ein Projekt dürfte viele App-Nutzer hellhörig machen. Es heißt „Mobility Inside“ und könnte es deutlich leichter machen, den besten Weg von A nach B zu finden.

Mit dem Projekt sollen verschiedene Nahverkehrsunternehmen, die Deutsche Bahn und auch Anbieter von Leihfahrrädern, Car-Sharing oder Taxis in einer App gebündelt werden. So können Fahrgäste dann ein einziges Ticket kaufen, mit dem sie – auch mit verschiedenen Anbietern – an ihr Ziel gelangen. Im Sommer startet ein Pilotversuch mit ausgewählten Nutzern in München und in den Regionen Rhein-Neckar und Rhein-Main. Dortmund und Bochum stoßen wohl im Herbst dazu.

Rollende Investitionen

Auch in die sogenannten „rollenden Werte“ – also Busse und Bahnen – will DSW21 investieren. Für Modernisierung und Erneuerung von 88 Stadtbahnen werde das Unternehmen in den nächsten Jahren 195 Millionen Euro ausgeben. Ab 2020/21 soll außerdem der komplette Bus-Fuhrpark, immerhin 172 Fahrzeuge, auf Elektrobusse umgestellt werden. In diesem Jahr wird DSW21 etwa 3 bis 4,5 Millionen Euro für neue Busse ausgeben.

Die Herausforderungen der nächsten Jahre seien groß. „Wir können das schaffen“, so Hubert Jung, „fordern von der Politik aber auch eine ausreichende Förderung, um den Sanierungsstau endlich abzubauen.“ Rund 2,6 Milliarden Euro müssten in ganz NRW bis 2031 in den öffentlichen Nahverkehr investiert werden. Anfang Mai hat die Landesregierung zugesagt, diesen Investitionen mit 1 Milliarde Euro zu fördern.

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